FAQ zu den Minijobs in Privathaushalten

Die häufigsten Fragen und Antworten zu Minijobs in Privathaushalten...

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Abbuchung Abgaben 450-Euro-Minijob Abgaben kurzfristiger Minijobs Anmeldung Arbeitgeber Arbeitnehmer aus anderen Ländern Arbeitnehmer im Ausland Arbeitsentgelt Arbeitserlaubnis Arbeitssuchende Arbeitsrecht Arbeitsunfähigkeit Arbeitsunfall Arbeitsvertrag Aufstockungsbeiträge Befreiung von der Rentenversicherungspflicht Beiträge Beitragsaufstockung Beitragszahlung Bescheinigung Einheitliche Pauschsteuer Entgeltbescheinigung Entgeltfortzahlung Entsendebescheinigung Erholungsurlaub Familienmitglieder Finanzamt Freiwillige Krankenversicherung Haftung - Sachschäden Haftung - Unfall Haushaltsnahe Tätigkeiten Haushaltsscheck Haushaltsscheck-Verfahren Kinderbetreuung Krankenversicherungsbeiträge Kündigung Kurzfristige Beschäftigung Kurzfristige Beschäftigung - Abgaben Kurzfristige Beschäftigung - Steuern Lastschriftverfahren Leistungen Unfallversicherung Leistungen Lohnsteuer Lohnsteuerpauschale für kurzfristige Beschäftigungen Mehrfachbeschäftigung - mehrere 450-Euro-Minijobs Mehrfachbeschäftigung - Minijob neben Hauptbeschäftigung Minijob Minijobs in Privathaushalten Nebenbeschäftigung Nichtanmeldung Online-Anmeldung Pauschalbeiträge Pauschsteuer Personenkreise ohne Rentenversicherungspflicht Privathaushalt Rentenansprüche Rentner Schäden Schwarzarbeit Service Stellenangebot Stellengesuch Steuerermäßigung - Vorteile für den Arbeitgeber Steuerermäßigung - Kinderbetreuung Steuerpflicht Steuern - einheitliche Pauschsteuer Steuern - Einbehaltung der Pauschsteuer vom Entgelt des Arbeitnehmers Steuern - Möglichkeit der Lohnsteuererhebung Steuern - kurzfristige Minijobs Steuernachweis Tätigkeiten Überschreiten der Grenze von 400 Euro Umlagen Unfallversicherung Unfallversicherung - Leistungen Urlaubsanspruch Versicherungspflicht in der Rentenversicherung Wahlmöglichkeit Die häufigsten Fragen und Antworten zu Minijobs in Privathaushalten Abbuchung Wann werden Abgaben im Lastschriftverfahren eingezogen? Zu den Fälligkeitsterminen (31. Januar/31. Juli) zieht die Minijob-Zentrale die insgesamt zu zahlenden Abgaben für das vorausgegangene Halbjahr - einschließlich des Arbeitnehmeranteils am Rentenversicherungsbeitrag - vom Konto des Privathaushaltes ein. Abgaben 450-Euro-Minijob Welche Abgaben sind für 450-Euro-Minijobs in Privathaushalten zu zahlen? Für Arbeitgeber sind das in der Regel: 5 Prozent des Arbeitsentgelts zur Krankenversicherung, 5 Prozent des Arbeitsentgelts zur Rentenversicherung, 2 Prozent des Arbeitsentgelts als einheitliche Pauschsteuer, 1,6 Prozent des Arbeitsentgelts zur gesetzlichen Unfallversicherung und 1,3 Prozent des Arbeitsentgelts als Umlagen nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz (U1 / U2). Insgesamt hat der Arbeitgeber Abgaben in Höhe von 14,9 Prozent des Arbeitsentgeltes zu zahlen. Beitragsanteil des Minijobbers bei Versicherungspflicht in der Rentenversicherung: 13,7 Prozent des Arbeitsentgelts zur Rentenversicherung, sofern das Arbeitsentgelt mindestens 175 Euro beträgt. Bei geringerem Arbeitsentgelt ist der Anteil des Minijobbers höher (siehe Versicherungspflicht in der Rentenversicherung). Insgesamt sind maximal 28,6 Prozent (14,9 Prozent Arbeitgeber- und 13,7 Prozent Arbeitnehmeranteil) des Arbeitsentgelts an Abgaben an die Minijob-Zentrale zu zahlen. Arbeitnehmer tragen davon den Beitragsanteil zur gesetzlichen Rentenversicherung, sofern sie keine Befreiung von der Rentenversicherungspflicht beantragt haben. Für Arbeitnehmer, die nicht bei einer gesetzlichen Krankenkasse pflicht-, freiwilligoder familienversichert sind, ist der Pauschalbeitrag zur Krankenversicherung in Höhe von 5 Prozent nicht zu zahlen. Welche Abgaben sind für kurzfristige Minijobs in Privathaushalten zu zahlen? Arbeitnehmer zahlen keine Abgaben - das Arbeitsentgelt unterliegt jedoch grundsätzlich der Steuerpflicht. Der Arbeitgeber kann das Arbeitsentgelt entweder nach den Lohnsteuermerkmalen, die dem zuständigen Finanzamt vorliegen, oder unter bestimmten Voraussetzungen pauschal mit 25 Prozent versteuern. An die Minijob-Zentrale sind pauschal 1,6 Prozent des Arbeitsentgelts zur gesetzlichen Unfallversicherung zu zahlen. Zudem fällt immer die Umlage 2 (Ausgleich der Arbeitgeberaufwendungen bei Schwangerschaft / Mutterschaft) von 0,3 Prozent an. Die Umlage 1 (Ausgleich der Arbeitgeberaufwendungen bei Krankheit / Kur) von 1 Prozent ist dagegen nur zu zahlen, wenn die kurzfristige Beschäftigung auf mehr als vier Wochen befristet ist. Insgesamt sind maximal 2,9 Prozent des Arbeitsentgelts an Abgaben an die MinijobZentrale zu zahlen. Wie funktioniert das Anmelden von Minijobs in Privathaushalten? Die Anmeldung erfolgt über das so genannte Haushaltsscheck-Verfahren, ein vereinfachtes Melde- und Beitragsverfahren zwischen Arbeitgeber und MinijobZentrale. Das gilt sowohl für 450-Euro-Minijobs als auch für kurzfristige Minijobs. Bei kurzfristigen Minijobs bitten wir auf dem Haushaltsscheck handschriftlich die Wörter ''kurzfristige Beschäftigung'' zu vermerken. Wer kommt als Arbeitgeber in Frage? Als Arbeitgeber von Minijobs in Privathaushalten kommen nur natürliche Personen in Betracht, also keine Dienstleistungsagenturen oder andere Unternehmen und auch keine Wohnungseigentümergemeinschaften oder Hausverwaltungen. Wie werden Arbeitnehmer aus dem Ausland versichert? Grundsätzlich gelten für Personen aus anderen Ländern, die in der Bundesrepublik Deutschland einer Beschäftigung nachgehen, die gleichen Vorschriften über die soziale Sicherheit wie für deutsche Arbeitnehmer. Arbeitgeber, die einen ausländischen Arbeitnehmer als Minijobber beschäftigen, sind verpflichtet, Meldungen an die Minijob-Zentrale zu erstellen und entsprechende Abgaben zu leisten. Arbeitnehmer aus dem Ausland müssen ihren zuständigen Träger der Sozialversicherung im Heimatstaat über die beabsichtigte Aufnahme eines Minijobs in Deutschland informieren um zu klären, ob die bisherige Versicherung fortbestehen kann. Wenn dies nicht möglich ist, müssen sie sich in Deutschland selbst krankenversichern. Wie alle anderen Minijobber erwerben Arbeitnehmer aus dem Ausland mit einem Minijob Ansprüche in der Rentenversicherung, aber keinen eigenen Krankenversicherungsschutz. Legt der Arbeitnehmer aus dem europäischen Ausland seinem Arbeitgeber in Deutschland einen ''Vordruck A1'' bzw. eine ''Bescheinigung über die anzuwendenden Rechtsvorschriften'' aus einem anderen Staat vor, gelten die Rechtsvorschriften dieses Staates. Der deutsche Arbeitgeber hat die Meldungen zur Sozialversicherung und die Beitragszahlungen nach dem Recht dieses Landes durchzuführen. Meldungen und Beiträge dürfen in diesem Fall nicht an die MinijobZentrale abgegeben werden. Was ist das regelmäßige Arbeitsentgelt? Um zu prüfen, ob ein 450-Euro-Minijob vorliegt, sind alle für ein Jahr zu erwartenden Einnahmen, das heißt, neben dem laufenden monatlichen Verdienst auch vertraglich zugesicherte Einmalzahlungen (z.B. Urlaubs- oder Weihnachtsgeld), zu addieren und anschließend durch 12 zu teilen. Das Ergebnis dieser Rechnung ist das ''regelmäßige Arbeitsentgelt'' und darf maximal 450,00 Euro betragen. Benötigen ausländische Minijobber eine Zustimmung zur Beschäftigung/Arbeitserlaubnis? Nein, bei Bürgern der Europäischen Union (EU), des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) und der Schweiz. Staatsangehörige eines Mitgliedstaates der EU sowie Islands, Liechtensteins, Norwegens und der Schweiz sind freizügigkeitsberechtigt und haben das Recht, sich in der Europäischen Union frei zu bewegen, in jeden Mitgliedstaat einzureisen und sich dort aufzuhalten (aufenthaltsrechtliche Komponente). Darüber hinaus können sie ohne weitere Voraussetzungen eine Beschäftigung aufnehmen. Sie haben das Recht, sich in jedem anderen Mitgliedstaat unter den gleichen Voraussetzungen wie Inländer wirtschaftlich zu betätigen, also selbständig oder unselbständig tätig zu sein sowie Dienstleistungen anzubieten oder zu empfangen (arbeitsrechtliche Komponente). Für Bürger aus einigen Staaten, die der EU beigetreten sind, gab es für bestimmte Übergangszeiten noch Beschränkungen der Arbeitnehmerfreizügigkeit, diese Beschränkungen sind jedoch weggefallen, zuletzt zum 30.Juni 2015 für Bürger aus Kroatien. Ja, bei Bürgern aus anderen Staaten. Personen, die nicht Staatsangehörige eines Mitgliedsstaates der EU, des EWR oder der Schweiz sind, dürfen in Deutschland nur arbeiten, sofern sie über einen entsprechenden Aufenthaltstitel verfügen. Als Aufenthaltstitel bezeichnet man die Aufenthaltserlaubnis, die auch die Zulassung zum Arbeitsmarkt regelt. Zuständig für die Erteilung des Aufenthaltstitels ist die Ausländerbehörde der Stadt-, Kreis- oder Gemeindeverwaltung. Bei Bedarf wird von diesen Stellen die Zustimmung der Arbeitsverwaltung eingeholt. Im Ausland sind die deutschen Auslandsvertretungen (die Visa-Stellen der Botschaften und Konsulate) zuständige Behörden. Weitere Fragen zu Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung beantwortet die örtlich zuständige Agentur für Arbeit. Gelten arbeitsrechtliche Bestimmungen auch bei Minijobs? Ja, ein Minijob im Privathaushalt ist vom arbeitsrechtlichen Standpunkt aus betrachtet ein Arbeitsverhältnis wie jedes andere auch. Es gelten daher die allgemeinen arbeitsrechtlichen Bestimmungen. Haftet der Arbeitgeber für Arbeitsunfälle, die der Minijobber erleidet? Durch die gesetzliche Unfallversicherung werden Arbeitgeber vor Ansprüchen der Haushaltshilfe im Falle eines Unfalles geschützt. Der Arbeitgeber haftet nur bei einem vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeigeführten Unfall. Wozu sollte ein Arbeitsvertrag abgeschlossen werden? Das Arbeitsverhältnis wird durch den Abschluss eines Arbeitsvertrages begründet. Im Arbeitsvertrag werden die wesentlichen Vertragsbedingungen vereinbart. Diesem ist sowohl vom Arbeitgeber als auch vom Arbeitnehmer zuzustimmen. Für die Gestaltung des Arbeitsvertrages sind die beiden Vertragspartner zuständig. Zweckmäßigerweise sollten im Arbeitsvertrag beispielsweise Vereinbarungen zur Arbeitszeit, zu der Höhe des Arbeitsentgelts oder zum Urlaubsanspruch getroffen werden. Aufstockungsbeiträge Können mit einem geringfügig entlohnten Minijob volle Rentenansprüche erworben werden? Für geringfügig entlohnte Minijobs, die vor dem 1. Januar 2013 aufgenommen wurden, gelten die bisherigen Regelungen weiterhin, sofern das Arbeitsentgelt den Betrag von 400 Euro nicht überschreitet. Das bedeutet, sie sind grundsätzlich versicherungsfrei in der Rentenversicherung und der Minijobber zahlt keinen eigenen Beitragsanteil. Diese Minijobber im Privathaushalt haben die Möglichkeit, die Differenz zwischen dem Pauschalbeitrag zur Rentenversicherung des Arbeitgebers (5 Prozent) und dem vollen Rentenversicherungsbeitrag (18,7 Prozent) selbst zu zahlen (Beitragsaufstockung RV). Zahlt der Minijobber freiwillig diesen Eigenanteil von 13,7 Prozent dazu, wird einerseits das erzielte Arbeitsentgelt in voller Höhe bei der Ermittlung der Höhe der Rente einbezogen und andererseits werden die Beitragsmonate in vollem Umfang für die Erfüllung der verschiedenen Wartezeiten und für die Aufrechterhaltung des Schutzes im Falle einer Erwerbsminderung berücksichtigt. Zudem werden auch Ansprüche auf Leistungen zur Rehabilitation erworben und die Zugangsvoraussetzungen für eine private Altersvorsorge mit staatlicher Förderung (Riester-Förderung) erfüllt. Hierfür muss der Minijobber dem Arbeitgeber schriftlich erklären, dass er auf die Versicherungsfreiheit in der Rentenversicherung verzichten und den Eigenanteil zur Rentenversicherung zahlen möchte. Den Eigenanteil zieht der Arbeitgeber vom Arbeitsentgelt ab. Bei Minijobs in Privathaushalten berechnet die Minijob-Zentrale die Beiträge und zieht diese zweimal jährlich vom Konto des Arbeitgebers ein. Der Arbeitnehmer kann die Erklärung jederzeit abgeben, auch wenn der Minijob schon lange Zeit besteht, diese gilt dann mit Wirkung für die Zukunft und bei mehreren 400-Euro-Minijobs einheitlich für alle Beschäftigungen bis zum Beschäftigungsende und kann nicht widerrufen werden. Eine Erklärung für die Vergangenheit ist grundsätzlich nicht möglich. Da der volle Rentenversicherungsbeitrag (18,7 Prozent) mindestens von einem Betrag in Höhe von 175 Euro gezahlt werden muss, sind monatlich mindestens 32,73 Euro fällig. Der Arbeitgeber zahlt dabei stets 5 Prozent des Arbeitsentgelts und zieht den Rest vom Lohn des Minijobbers ab. Die Auskunfts- und Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung informieren umfassend über Auswirkungen der Beitragsaufstockung unter Berücksichtigung aller persönlichen Umstände. Vor der Entscheidung für die Beitragsaufstockung wird eine individuelle Beratung bezüglich der rentenrechtlichen Auswirkungen empfohlen. Minijobber, die ab dem 1. Januar 2013 eine Beschäftigung mit einem Arbeitsentgelt von bis zu 450 Euro aufnehmen, sind grundsätzlich versicherungspflichtig in der gesetzlichen Rentenversicherung. Befreiung von der Rentenversicherungspflicht Können sich 450-Euro-Minijobber von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen? 450-Euro-Minijobber können bei Ihrem Arbeitgeber die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht beantragen. Grundsätzlich ist dazu ein schriftlicher Antrag erforderlich. Bei Beschäftigungen in Privathaushalten wird diese schriftliche Erklärung auf dem Haushaltsscheck abgegeben. Auf dem Haushaltsscheck ist Punkt 10 ''Meine Haushaltshilfe beantragt die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht'' anzukreuzen. Arbeitnehmer und Arbeitgeber unterschreiben den Haushaltsscheck und senden diesen an die Minijob-Zentrale. Diese prüft den Befreiungsantrag, berechnet und zieht die entsprechenden Beiträge im Lastschriftverfahren ein. Kann der Arbeitgeber die Pauschalbeiträge zur Kranken- und Rentenversicherung vom Verdienst abziehen? Nein, die Pauschalbeiträge zur Kranken- und Rentenversicherung hat der Arbeitgeber zu tragen. Ein Abzug vom Verdienst des Arbeitnehmers stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und ist demzufolge unzulässig. Im Steuerrecht hingegen ist eine Abwälzung der pauschalen Lohnsteuer auf den Arbeitnehmer möglich. Wie funktioniert die Beitragszahlung an die Minijob-Zentrale? Im Rahmen des Haushaltsscheck-Verfahrens werden die anfallenden Abgaben von der Minijob-Zentrale mittels Lastschriftverfahren eingezogen. Hierzu erteilt der Privathaushalt der Minijob-Zentrale bei erstmaliger Einreichung eines Haushaltsschecks ein SEPA-Basislastschriftmandat, dies ist Bestandteil des Haushaltsschecks. Die Minijob-Zentrale berechnet die Abgaben und zieht diese halbjährlich für die Monate Januar bis Juni am 31.07. des laufenden Kalenderjahres und für die Monate Juli bis Dezember am 31.01. des Folgejahres vom Konto des Arbeitgebers ein. Hat der Minijobber bei Arbeitsunfähigkeit einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung? Alle Arbeitnehmer, die infolge Krankheit oder einer medizinischen Vorsorge- bzw. Rehabilitationsmaßnahme arbeitsunfähig sind, haben Anspruch auf Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber. Damit ist auch der Minijob-Arbeitgeber verpflichtet, seinen Minijobbern im Krankheitsfall das Arbeitsentgelt zunächst in ungeminderter Höhe fortzuzahlen. Der Anspruch auf Entgeltfortzahlung - für längstens 42 Tage wegen derselben Erkrankung - entsteht erst nach vierwöchiger ununterbrochener Dauer des Beschäftigungsverhältnisses. Hat der Minijobber Anspruch auf Erholungsurlaub? Auch im Rahmen von Minijobs hat jeder Arbeitnehmer einen Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub. Dieser beträgt jährlich mindestens 24 Werktage. Da das Bundesurlaubsgesetz jedoch von sechs Werktagen (Montag bis Samstag) ausgeht, muss der Urlaub auf die entsprechend vereinbarten Werktage umgerechnet werden. Als Faustformel gilt hier, dass dem Arbeitnehmer vier Wochen Urlaub zustehen. Dabei ist jedoch ausschließlich relevant, wie viele Werktage der Arbeitnehmer pro Woche arbeitet und nicht wie viele Stunden er an den Werktagen leistet. Beispiel: Einem Arbeitnehmer, der fünf Werktage pro Woche arbeitet, stehen 20 Urlaubstage zu, auch wenn er nur 20 Stunden die Woche insgesamt arbeitet. Einem Arbeitnehmer, der diese 20 Stunden dagegen an nur zwei Werktagen ableistet, stehen trotzdem nicht 20 Werktage, sondern nur acht Werktage zur Verfügung. Im Ergebnis hat aber jeder dieser Arbeitnehmer Anspruch auf vier Wochen Urlaub. Wie weist der Arbeitgeber dem Finanzamt nach, dass er Abgaben im Haushaltsscheck-Verfahren geleistet hat? Arbeitgeber von Minijobs in Privathaushalten erhalten nach Ablauf eines Kalenderjahres von der Minijob-Zentrale eine Bescheinigung für das Finanzamt. Sie beinhaltet den Zeitraum, für den Beiträge zur Rentenversicherung gezahlt wurden sowie die Höhe des im Vorjahr gezahlten Arbeitsentgelts und der darauf entfallenden Abgaben ...

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