Digitalisierung in der Pflege

Elektronische Pflegedokumentation, Technische Assistenzsysteme, Telecare, Robotik.

Diese Broschüre gibt einen Einblick zu vier möglichen Anwendungsfeldern der Digitalisierung in der Pflege...

Stichworte, Inhalte

?Wie intelligente Technologien die Arbeit professionell Pflegender verändern. Diese Broschüre beleuchtet die Digitalisierung in der Pflege aus dem Blickwinkel der professionell Pflegenden und hier insbesondere aus der Perspektive ''gesund pflegen''. Erkenntnisse aus Literatur und Empirie sind ebenso enthalten wie erste Praxisbeispiele und Workshop-Ergebnisse. In einem Gemeinschaftsprojekt ''Pflege 4.0'' befassten sich die Offensive Gesund Pflegen und die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) mit der Zukunft der Arbeit im Pflegesektor. Vor dem Hintergrund des vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) in den Jahren 2015 bis 2017 durchgeführten Dialogprozesses ''Arbeiten 4.0'', bei dem die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt im Allgemeinen untersucht und diskutiert wurden, standen die Entwicklungen in der professionellen Pflege im Fokus. Die Offensive Gesund Pflegen ist ein Partnernetzwerk innerhalb der Initiative Neue Qualität der Arbeit. Im Mittelpunkt der gemeinsamen Arbeit steht der Transfer des vorhandenen Wissens über gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen in der Pflege in die Einrichtungen, mit dem Ziel, die Arbeitsfähigkeit und Gesundheit der professionell Pflegenden zu erhalten und zu fördern. Professionelle Pflege heute und in Zukunft Wo steht die Pflege und welche Entwicklungen sind zu erwarten? Digitalisierung in der Pflege: Was ist damit gemeint? Elektronische Pflegedokumentation Pflege planen und erfassen, Prozesse optimieren Wo steht die Pflege in Sachen elektronische Dokumentation? Was kann die elektronische Dokumentation leisten? Technische Assistenzsysteme Pflegearbeit intelligent unterstützen, Belastungen verringern Wo steht die Pflege in Sachen technische Assistenzsysteme? Was können technische Assistenzsysteme leisten? Wo liegen die Herausforderungen? Wo steht die Pflege in Sachen Telecare? Was kann Telecare leisten? Robotik Routinen abgeben, Pflegende unterstützen Wo steht die Pflege in Sachen Robotik? Was kann Robotik leisten? Nachdem die Offensive Gesund Pflegen im Jahr 2015 die Broschüre ''Intelligente Technik in der beruflichen Pflege'' als einen ersten Impuls des Netzwerks zum Thema Digitalisierung herausgab, folgt mit diesem Heft ein nächster Schritt. Haben wir 2015 noch Expertinnen und Experten um ihre Meinung gebeten, lesen Sie nun die Ergebnisse breiterer Literaturrecherchen und Umfragen in der Pflegebranche. Zudem geben vier Praxisbeispiele einen Einblick, wie die Digitalisierung in manchen Einrichtungen bereits gelebt wird. Zwischen beiden Broschüren liegen nur drei Jahre und doch waren deutliche Weiterentwicklungen zu beobachten. Zahlreiche Forschungsberichte sind erschienen, vielfältige Projekte und Modellvorhaben wurden angeschoben, auch und gerade in der Pflege, und zunehmend taucht das Thema in Kongressund Messeprogrammen auf. Die folgenden Kapitel möchten über das Thema Digitalisierung in der Pflege informieren, Pflegende motivieren und sensibilisieren, sich mit diesen Entwicklungen auseinanderzusetzen, sich einzubringen und mitzugestalten. Die Broschüre gibt einen Einblick zu vier möglichen Anwendungsfeldern der Digitalisierung in der Pflege, zu deren Potenzialen, aber auch Herausforderungen. Im Fokus steht hierbei immer die Perspektive der professionell Pflegenden und die Frage, wo und wie Digitalisierung und Vernetzung einen Beitrag dazu leisten können, den Arbeitsalltag zu erleichtern, ihn sicherer und selbstbestimmter zu machen. Es geht um Gestaltungsaufgaben und Gestaltungschancen - für eine zukunftsfähige Pflege und gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen. Ein gewöhnlicher Morgen in einem Seniorenheim irgendwo in Deutschland: Die Pflege hat alle Hände voll zu tun. Während eine Altenpflegerin gerade per Tablet den Blutzuckerspiegel einer Bewohnerin erfasst, erhält sie ebenfalls auf digitalem Weg die Meldung, dass ein an Demenz erkrankter Bewohner soeben das Heimgelände verlassen hat. Das Assistenzsystem in seiner Armbanduhr hat Alarm geschlagen. Sie bespricht sich mit einer Kollegin, die den Mann zurückholt. In einer halben Stunde hat er ohnehin einen Termin mit seiner Hautärztin. Eine leicht veränderte Hautstelle soll abgeklärt werden. Weil die Ärztin aber eine Fahrstunde entfernt ist, wird die Altenpflegerin sie für eine erste Einschätzung per Videochat hinzuschalten. Diese und andere Technologien sind in der Pflege mittlerweile keine Utopie mehr. Ein Blick auf die heutige Arbeitswelt zeigt: Die Digitalisierung ist auf dem Vormarsch. Wo man auch hinschaut: Intelligente Werkzeuge erobern die Arbeitsplätze, manuelle Tätigkeiten werden verstärkt durch Technologie unterstützt oder ersetzt, Systeme in Produktions- und Dienstleistungsbereichen arbeiten zunehmend eigenständig und vernetzt und im Gesundheitswesen bahnt sich die Telemedizin zunehmend ihren Weg. Arbeitsprozesse verändern sich damit grundlegend. Diese Entwicklung macht auch vor der beruflichen Pflege nicht halt. Wenngleich der Einsatz moderner Technologien hier noch am Anfang steht: Die Digitalisierung wird auch die professionelle Pflege spürbar verändern. Für Pflegende bringt das große Chancen mit sich, sofern die eingesetzten Technologien darauf ausgerichtet sind, ihren Arbeitsalltag zu erleichtern, Belastungen zu verringern und eine hohe Qualität der Pflege zu sichern. Doch die Digitalisierung hat auch ihre Schattenseiten und wirft viele Fragen auf: Wo steht die professionelle Pflege derzeit? Was kommt auf sie zu? Welchen positiven Beitrag kann die Digitalisierung in der Pflege und insbesondere für die hier Beschäftigten leisten? Und wie kann es gelingen, dass geeignete Technologien ihren Platz in den Einrichtungen finden? Hierauf will diese Broschüre Antworten geben ...