Menschen haben das Recht, diskriminierungsfrei durch den Alltag zu kommen. Für den Arbeitsplatz regelt das vor allem das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Das AGG schützt vor Benachteiligungen aufgrund des Alters, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, der sexuellen Identität, wegen einer Behinderung und vor rassistischer und antisemitischer Diskriminierung. Ein Gesetz allein genügt aber nicht. Es braucht Anlaufstellen, an die sich Betroffene wenden können, wenn sie Diskriminierung erlebt haben. Hier kommen die sogenannten AGGBeschwerdestellen ins Spiel. Lassen Sie sich bitte vom Namen nicht abschrecken: Beschwerdestellen schaffen einen echten Mehrwert. Wenn Beschäftigte wissen, an wen sie sich bei Diskriminierungen im Job wenden können und welche Schritte dann folgen, stärkt das ihr Vertrauen. Gleichzeitig fördert das eine respektvolle, inklusive Unternehmenskultur, die sich klar gegen Diskriminierungen positioniert, Verantwortung übernimmt und Lösungen findet. Nicht zuletzt tragen gelebte Antidiskriminierungsmaßnahmen zur langfristigen Mitarbeiterbindung und Arbeitgeberattraktivität bei. AGG-Beschwerdestellen bieten die Möglichkeit, zur Klärung von Vorfällen beizutragen und transparente Verfahren einzuführen. Doch genau hier stehen viele Unternehmen vor Herausforderungen: Wie lassen sich effektive Beschwerdeverfahren gestalten? Welche Informationsmaterialien sind hilfreich? Und wie gelingt es, die Belegschaft für das Thema zu sensibilisieren? Diese Publikation liefert praxisnahe Antworten mit Beispielen guter Unternehmenspraxis. Die Beispiele zeigen: Unternehmen können aktiv zur Chancengleichheit beitragen mit konkreten Maßnahmen und einem klaren Bekenntnis zu Vielfalt und Respekt.