Bedarf und Angebot im Hochschulsystem

Bedarf und Angebot im Hochschulsystem

In diesem Check werden Gründe für den gestiegenen Bedarf an flexiblen Studienangeboten

sowie der aktuelle Status Quo aufgezeigt. Danach folgt eine Analyse

des traditionellen Bachelor- und Masterstudiums mit Blick auf verschiedene Studienformate.

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Der CHECK greift ein Thema auf, das in den zurückliegenden Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen hat. Er liefert eine Fülle von Daten und Analysen, die vor allem auf Zweierlei abzielen: zum einen darauf, einen validen Überblick vom aktuellen Entwicklungsstand von Studien- und hochschulischen Weiterbildungsangeboten mit einer zeitlichen und räumlichen Flexibilität zu ermöglichen, und zum anderen auf dieser Basis Anregungen für die Weiterentwicklung dieses Feldes zu gewinnen. Vor rund 15 Jahren stellten Studienangebote, die ein hohes Maß an Flexibilität beim Lernen bieten, ein deutliches Defizit an deutschen Hochschulen dar (Hanft und Knust, 2010, Wolter, 2011). Seither hat sich die Hochschullandschaft gewandelt und weiter ausdifferenziert. So wurden seit den 2000er Jahren über 70 private Hochschulen gegründet (Hachmeister, 2025). Diese richten sich häufig an heterogene Zielgruppen insbesondere durch Studienformate, die eine flexible Einbindung des Studiums in unterschiedliche Lebenssituationen ermöglichen (Frank et al., 2020). Gleichzeitig wurden auch an staatlichen Hochschulen zunehmend Studienformate an der Schnittstelle von beruflicher und akademischer Bildung etabliert. Zudem hat die hochschulische Weiterbildung in den vergangenen Jahren zahlreiche Impulse erhalten, insbesondere durch die Entwicklung passgenauer Angebote für berufserfahrene Zielgruppen. Neben klassischen Studiengängen haben sich zunehmend kürzere Formate etabliert (Reum et al., 2020, Nickel und Thiele, 2020), welche vor allem für Berufstätige und nicht-traditionelle Studierende von großer Relevanz sind, da sie eine flexible Kombination mit dem Lebens- und Berufsalltag ermöglichen. In diesem Kontext sind vor allem Microcredentials in den Fokus gerückt, d.h. Kurse mit Zertifikatsabschluss (Michalk und Bartholomäus, 2025). Derzeit gibt es keine aktuelle systematische Analyse von Daten zur Verbreitung flexibler Studien- und Weiterbildungsangebote an deutschen Hochschulen. Die vorliegende Publikation schließt diese Lücke mit einer Auswertung auf Basis des HRK-Hochschulkompass und des Weiterbildungsportals hoch und weit. Der CHECK startet mit Hinweisen zum methodischen Vorgehen und einer Begriffsbestimmung. Im Anschluss werden Gründe für den gestiegenen Bedarf an flexiblen Studienangeboten sowie der aktuelle Status Quo aufgezeigt. Danach folgt eine Analyse des traditionellen Bachelor- und Masterstudiums mit Blick auf verschiedene Studienformate. Bei der Analyse des hochschulischen Weiterbildungsangebots werden verschiedene Angebotsformate, Wissensbereiche und Kosten in den Blick genommen. Der CHECK schließt mit der Zusammenfassung zentraler Ergebnisse sowie Schlussfolgerungen für die Weiterentwicklung flexibler Studien- und Weiterbildungsmöglichkeiten an Hochschulen ab.

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