Info Weiterbildung (Chancen nutzen - Weiterbilden)

Ich gehöre schon zum sogenannten alten Eisen.

Lohnt sich eine berufliche Weiterbildung bei über 50-Jährigen denn überhaupt?

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Chancen nutzen - weiterbilden Lebenslanges Lernen Das Lebenslange Lernen eröffnet älteren Menschen neue Möglichkeiten, um mit den Veränderungen im täglichen Leben Schritt zu halten. Ältere sind eine wichtige und Impulse gebende Stütze der Gesellschaft, denn sie sind anderen Generationen in zahlreichen Bereichen in ihrem Wissen voraus. Die ältere Generation darf sich jedoch nicht auf ihrem einmal erworbenen Kenntnisstand ausruhen. Lernen endet nicht mit dem Abschluss der Berufsausbildung und selbst dann nicht, wenn das Rentenalter in greifbare Nähe rückt. Schon um die Möglichkeit nicht zu verpassen, gesellschaftliche Entwicklungen nachvollziehen und mitgestalten zu können, muss man offen sein für die Aneignung neuen Wissens. Viele ältere Menschen zögern, bevor sie sich zu einer Weiterbildungsteilnahme entschließen. Die folgenden häufig geäußerten Bedenken sollen an dieser Stelle ausgeräumt werden. Ich gehöre schon zum sogenannten ''alten Eisen''. Lohnt sich eine berufliche Weiterbildung bei über 50-Jährigen denn überhaupt? Die Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen und somit die Anpassung von Qualifikationen an die derzeitigen Anforderungen des Arbeitsmarktes ist auch bei älteren Bürgerinnen und Bürgern sinnvoll. Zwar wird häufig von kompletten Berufs­umschulungen abgeraten, allgemeine Qualifizierungen wie zum Beispiel EDV-Kenntnisse bauen hingegen auf dem vorhandenen Wissen auf und steigern die Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Nach vielen Jahren im Betrieb möchte ich gern beruflich weiterkommen. Gibt es jenseits der 50 noch Fördermöglich-keiten, sodass ich neben der Arbeit meinen Meister machen kann? Für Ihre Fortbildung können Sie das ''Meister-BAföG'' bean­tragen. Diese Förderung nach dem Aufstiegsfortbildungs­förderungsgesetz (AFBG) erhalten Sie unabhängig von Ihrem Alter. Sie können ''Meister-BAföG'' beantragen, wenn Ihre Fortbildung mindestens 400 Unterrichtsstunden umfasst und mit einer staatlich anerkannten Prüfung abschließt. Was soll ich tun, wenn mein Arbeitgeber mir keine Weiterbildungsteilnahme anbietet? Warten Sie nicht ab, bis Ihr Arbeitgeber auf Sie zukommt, sondern zeigen Sie Initiative. Neben Weiterbildungsmaßnahmen, die Ihrem beruflichen Werdegang nutzen, ist es auch sinnvoll, selbst in die eigene Allgemeinbildung zu investieren und sich in Bereichen weiterzubilden, die Sie besonders interessieren, zum Beispiel bei Fremdsprachen. Ich würde mich gern durch ein Weiterbildungsstudium fortbilden. Welche Möglichkeiten gibt es hier? Wenn Sie berufstätig sind, können Sie ein Fern- oder Abend­studium belegen. Sofern dieses thematisch an Ihre Arbeitstätigkeit angegliedert ist, kann Ihnen der Lehrgang eventuell von Ihrem Arbeitgeber bezuschusst werden. Viele Hoch­schulen bieten speziell auf Berufstätige abgestimmte Studien­gänge. Darüber hinaus können sich Seniorstudierende informell an Hochschulen weiterbilden und erhalten oft Dokumen­tationen erbrachter Leistungen. Wie kann ich meinen Weiterbildungskurs finanzieren und wo kann ich über Weiterbildung sowie deren Förderung beraten werden? Damit die Teilnahme an beruflichen Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen nicht an finanziellen Schwierigkeiten scheitert, können Sie sich bei einer Beratungsstelle Bil­dungs­prämie einen Termin geben lassen. Im Laufe der Beratung wird das individuelle, beschäftigungsrelevante Weiter­bildungsziel ermittelt. Als Ergebnis der Beratung erhalten Sie entweder einen Prämiengutschein und/oder einen ''Bildungssparschein'': Auf Letzterem sind Ihr Name, das Weiterbildungsziel sowie drei oder mehr geeignete Anbieter vermerkt. Anschließend können Sie sich bei einem der genannten Anbieter für die Weiterbildung anmelden und den entsprechenden Schein vorlegen. Kommt für Sie ein Prämiengutschein in Betracht, können Ihnen bis zu 154 Euro der Kosten erstattet werden. Erhalten Sie einen ''Bildungssparschein'', können Sie mit Ihrem Anlageinstitut, bei dem Sie Guthaben nach dem Vermögensbildungsgesetz (Stichwort ''Vermögenswerte Leistungen'') angespart haben, die konkreten Auszahlungs­bedingungen abstimmen. Das entnommene Geld muss innerhalb von drei Monaten für Weiterbildung genutzt werden. Weitere Informationen sowie die Beratungsstellen in Ihrer Nähe finden Sie unter www.bildungspraemie.info ...

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