Betriebsrente mit Riester-Förderung

Seit 2018 kann ein Riester-Vertrag über den Betrieb eine gute Idee für die Altersvorsorge sein.

Heutigen und künftigen Rentnern bleibt mehr in der Tasche...

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Tausende Rentner freuten sich zu Jahresbeginn über mehr Geld auf dem Konto. Der Grund: Von Renten aus einer riestergeförderten betrieblichen Altersvorsorge gehen seit 2018 meist keine Beiträge zur Krankenund Pflegeversicherung mehr ab - eine Folge des Betriebsrentenstärkungsgesetzes. Immerhin 84 000 Riester-geförderte Verträge haben zum Beispiel Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes bei der freiwilligen Zusatzversicherung der VBL. Von den mehr als 10 000 Rentenbeziehern bekommen viele nun mehr ausgezahlt. Renten unter 152 Euro waren auch vorher sozialabgabenfrei. Ein jahrelanges Ärgernis ist beendet. Thomas Jahn von der VBL sagt: ''Von unseren Kunden wissen wir, dass die Beitragspflicht als Ungleichbehandlung gegenüber privaten Riester-Renten empfunden wurde.'' Auf diese sind nur Steuern fällig, keine Sozialabgaben. Arbeitnehmer haben Anspruch Wegen hoher Abgaben im Ruhestand hatte Finanztest bisher davor gewarnt, die RiesterFörderung für die Betriebsrente zu nutzen. Das ist vorbei. Nun kommen für alle, die mit eigenem Geld über den Betrieb für ihr Alter sparen wollen, zwei Wege infrage: die Entgeltumwandlung und auch die Riester-Variante. Beide werden vom Staat gefördert. Auf beides haben Arbeitnehmer Anspruch, sie können auch beides parallel nutzen. Die zwei Varianten funktionieren sehr unterschiedlich: Entgeltumwandlung. Der Arbeitnehmer zahlt aus seinem Bruttoeinkommen in eine Versorgungseinrichtung ein. Wenn er 100 Euro einzahlt, muss er für diese 100 Euro keine Steuern und Sozialabgaben zahlen. Netto hat ein Durchschnittsverdiener sein Gehalt so meist nur um rund 55 Euro reduziert, obwohl er 100 Euro spart. Im Alter muss er die Rente versteuern und den vollen Beitragssatz für Kranken- und Pflegeversicherung zahlen. Das mindert die Rente um rund 18 Prozent. Unsere Untersuchungen zeigen, dass sich die Entgeltumwandlung oft nicht lohnt, wenn der Arbeitgeber nichts dazugibt. In vielen Branchen ist der Zuschuss jedoch üblich oder sogar tarifvertraglich geregelt. Betriebsrente mit Riester. Beim betrieblichen Riester-Sparen zahlt der Arbeitnehmer seine Beiträge aus dem Nettogehalt. Die 100 Euro Einzahlung aus dem Beispiel oben fehlen ihm jeden Monat voll beim Gehalt. Vom Staat gibts dann aber noch Zulagen und Steuerersparnisse, wenn er die noch nicht für einen anderen Riester-Vertrag in Anspruch nimmt (siehe S. 40). Im Alter muss er für die Riester-Rente Steuern zahlen, aber keine Beiträge für Kranken- und Pflegeversicherung ...

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