Sicherheitstechnische und betriebsärztliche Betreuung

Mit der DGUV-Vorschrift 2 haben sich die Regelungen zur arbeitsmedizinischen und sicherheitstechnischen Betreuung geändert.

Diese Broschüre gibt eine inhaltliche Orientierung über die neue Vorschrift und ihre Auswirkungen...

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Was ist das Neue an der DGUV Vorschrift 2? Wie sieht die Regelbetreuung in Unternehmen mit mehr als 10 Beschäftigten aus? Was gehört zur Grundbetreuung? Was umfasst die betriebsspezifische Betreuung? Wie sieht die Regelbetreuung in Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten aus? Unternehmerinnen beziehungsweise Unternehmer haben mit der DGUV Vorschrift 2 ''Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit'' die Möglichkeit, Arbeitsschutz wirkungsvoller in die Gestaltung ihrer Arbeits- und Wertschöpfungsprozesse zu integrieren. Die Vorschrift regelt die Aufgaben und den Umfang der Tätigkeit von Betriebsärztinnen beziehungsweise Betriebsärzten und Fachkräften für Arbeitssicherheit. Beide Personengruppen helfen, Prozesse sicher und störungsfrei zu gestalten und die Leistungsfähigkeit sowie die Leistungsbereitschaft der Beschäftigten zu fördern. Die Vorschrift bietet einen Rahmen, mit dem die Kompetenzen der Betriebsärztinnen beziehungsweise Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit flexibler und den tatsächlichen betrieblichen Gegebenheiten entsprechend abgerufen werden können. Sie gilt ab 1. Januar 2011 für alle Unternehmen der VBG. Mit der vorliegenden Fachinformation möchte die VBG über die DGUV Vorschrift 2 informieren. Die Fachinformation richtet sich an Unternehmerinnen und Unternehmer, Führungskräfte, Interessenvertretungen sowie Arbeitsschutzfachleuten in und außerhalb der Unternehmen. Die DGUV Vorschrift 2 ''Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit'' eröffnet den Unternehmen mehr Möglichkeiten, den Arbeitsschutz für Betriebsprozesse bedarfsgerecht zu nutzen. Im Folgenden werden die wesentlichen neuen Regelungen vorgestellt, die sich vor allem an Unternehmen mit mehr als 10 Beschäftigten richten. Die DGUV Vorschrift 2 stärkt die Eigenverantwortung der Unternehmerin beziehungsweise des Unternehmers. Sie beziehungsweise er hat mehr Spielraum zu entscheiden, welche Arbeitsschutzmaßnahmen im Unternehmen umgesetzt werden, um einen reibungslosen und sicheren Wertschöpfungsprozess zu gestalten und die Beschäftigten produktiv und gesund einzusetzen. Die Unternehmerin beziehungsweise der Unternehmer entscheidet auf der Grundlage der DGUV Vorschrift 2, wie sie beziehungsweise er die spezifischen Kompetenzen der Betriebsärztinnen beziehungsweise Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit nutzt. Mit der Stärkung der Eigenverantwortung wird ein Prozess fortgesetzt, der Mitte der 1990er Jahre mit dem Arbeitsschutzgesetz begonnen wurde. Gefährdungsbeurteilung als zentrales Werkzeug Das Werkzeug, um den Arbeitsschutz in die Arbeitsabläufe eigenverantwortlich zu integrieren, ist für die Unternehmerin beziehungsweise den Unternehmer nach der DGUV Vorschrift 2 die Beurteilung der Arbeitsbedingungen (Gefährdungsbeurteilung). Sie ermöglicht es, zielgerichtet die Gefährdungen, Belastungen und Schwachstellen im Wertschöpfungsprozess, in den Arbeitsbedingungen und der Arbeitsgestaltung zu erkennen und entsprechende Verbesserungsmaßnahmen festzulegen. Bei einem so verstandenen Arbeitsschutz geht es darum, Prozesse wirtschaftlich und gesundheitsgerecht sowie rechtssicher zu gestalten. Die Gefährdungsbeurteilung ermöglicht genau dieses. Die Betriebsärztinnen beziehungsweise die Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit unterstützen die Unternehmerin beziehungsweise den Unternehmer, das Werkzeug ''Gefährdungsbeurteilung'' wirkungsvoll einzusetzen ...

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