Duales Studium in Zahlen (Sonderauswertung Handwerk)

Basierend auf einer Sonderauswertung der Datenbank AusbildungPlus gibt diese Veröffentlichung

einen Überblick über Zahlen und Fakten zum dualen Studium im Bereich des Handwerks...

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Überblick zum dualen Studium in Deutschland. Duale Studiengänge für die Erstausbildung. Studiengang-Modelle. Modelle der organisatorischen Verzahnung. Duale Studiengänge für das Handwerk. Das Angebot für das Handwerk. Anbieter ausbildungsintegrierender dualer Studiengänge. Fachrichtungen ausbildungsintegrierender dualer Studiengänge. Handwerksberufe in ausbildungsintegrierenden Studiengängen. Porträts ausgewählter ausbildungsintegrierender Studiengänge mit Handwerksbezug. Die vorliegende Publikation ist ein Produkt der Zusammenarbeit zwischen dem Bundesinstitut für Berufs bildung und dem Zentralverband des Deutschen Handwerks. Anliegen war, gemeinsam am Thema ausbil dungsintegrierende duale Studiengänge zu arbeiten, die exklusiv oder auch mit einem handwerklichen Aus bildungsberuf kombinierbar sind. Grundlage ist eine spezielle, in dieser Form für das Handwerk erstmalige Auswertung der Datenbank des BIBB-Fachportals AusbildungPlus, die bundesweit die umfassendsten In formationen über das bestehende Angebot an dualen Studiengängen liefert. Ziel der Publikation ist es, eine Standortbestimmung des Handwerks in diesem Bereich vorzunehmen, um Handlungsempfehlungen für die weitere Entwicklung dualer Studiengänge im Handwerk ableiten zu können. Es wird für das Handwerk zunehmend schwierig, den Fachkräftebedarf zu decken. Junge Schulabgänger und -abgängerinnen neigen heute eher zum Studium als zur Berufsausbildung. Fakt ist, dass insbeson dere Klein- und Kleinstbetriebe im Handwerk im Wettbewerb um die besten Köpfe zunehmend zurück fallen, weil sie beispielsweise häufig an die Grenzen ihrer Möglichkeiten und Angebote im Wettbewerb mit den Großbetrieben kommen. Die Berufsbildung steht vor der Herausforderung, ihre Attraktivität für Studienberechtigte nicht nur zu erhalten, sondern zu verbessern. Dazu müssen entsprechende Ausbildungs-, Fortbildungs- und Karriere möglichkeiten geboten werden. Duale Studiengänge stellen dazu ein geeignetes Instrument dar. Duale Studiengänge bieten ein attraktives und innovatives Qualifizierungsangebot, indem wissenschaftliches und berufliches Lernen miteinander verknüpft werden. Daher hat der BIBB-Hauptausschuss sich in sei ner Empfehlung1 auch für einen weiteren Ausbau und eine qualitative Weiterentwicklung, auch durch die Erschließung neuer Berufsfelder, ausgesprochen. Die aktuellen Entwicklungen unterstreichen, dass sich das duale Studium in der Bildungslandschaft eta bliert hat. Ausbildungsintegrierende duale Studiengänge, die im Fokus dieser Publikation stehen, eröff nen jungen Menschen die Möglichkeit, parallel einen akademischen und einen beruflichen Abschluss zu erlangen. Zudem bieten ausbildungsintegrierende Angebote die Sicherheit, dass die bewährten Quali tätsstandards der dualen Ausbildung zur Anwendung kommen. Die Kopplung von Studium und Berufs ausbildung greift die Wünsche studienberechtigter Jugendlicher ebenso auf wie das Interesse vieler Un ternehmen, qualifizierte Schulabgänger frühzeitig an sich zu binden, um sie passgenau auf ihre Bedarfe hin auszubilden. Für das Handwerk sind Absolventen ausbildungsintegrierender dualer Studiengänge mit exklusivem Ausbildungsberuf insbesondere interessant, da sie mit dem speziellen Profil gute Voraussetzungen mit bringen, einen Betrieb strategisch zu steuern, gleichzeitig betriebliche Prozesse und Abläufe richtig ein schätzen können und zugleich das Handwerk gelernt haben. Bildung ist der Schlüsselbegriff der Zukunft. Die Qualität des deutschen Handwerks steht und fällt mit der Qualität seiner Ausbildung. Dabei halten wir an unserem Leitsatz fest: Bei uns zählt nicht, wo man herkommt, sondern wo man hinwill. Im Handwerk haben wir die Möglichkeit, chancenreiche Bildungs und Karrierewege zu eröffnen - vom Gesellen bis zur Betriebsübernahme. Wir wollen - noch stärker als bisher - zeigen, dass Handwerk Chancen bietet und Karrieren ermöglicht. Mit der Handwerksinitiative ''Höhere Berufsbildung'' verknüpfen wir ordnungspolitische und marketing bezogene Aspekte zur Stärkung der Attraktivität der Berufsbildung im Handwerk und zeigen diese chan cenreichen beruflichen Bildungs- und Karrierewege auf. Neben dem Weg über die Hochschulen bietet auch das Handwerk die Möglichkeit, höhere und perspektivenreiche Bildung zu erhalten. Beispiele hier für sind der Meister auf DQR-Stufe 6 und der Betriebswirt nach der Handwerksordnung auf DQR-Stufe 7. Der Wissenschaftsrat hat 2014 in seiner Empfehlung zur Gestaltung des Verhältnisses von beruflicher und akademischer Bildung zur systematischen Gestaltung von Brücken aufgerufen. Hybride Bildungs formate sind Brücken, die eine Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung fördern und auf Dauer etablieren. Sie können Bestandteil chancenreicher Bildungs- und Karrierewege im Rah men der Höheren Berufsbildung im Handwerk sein. Eine solche Brücke wird beispielsweise mit dualen Studiengängen geschlagen: von der Vermittlung wissenschaftlich-theoretischen Wissens bis zur Aneig nung berufspraktischer Kompetenzen. Verteilt auf mindestens zwei Lernorte werden organisatorisch und curricular geregelte berufliche Ausbildungen mit dem Studium verbunden. Hochschulen kooperieren mit Praxispartnern und greifen dabei auch auf Regelungen und Erfahrungen im Berufsbildungssystem zurück. Duale Studiengänge sind ein Beispiel dafür, wie die jeweiligen Vorteile von beruflicher und aka demischer Bildung miteinander verknüpft werden können. Als Akteure in der beruflichen Bildung be grüßen und unterstützen wir diese Entwicklung. Die Kooperationen lassen gegenseitiges Verständnis wachsen. Sie ermöglichen innovative Bildungsangebote zur Fachkräftesicherung und die Gestaltung in dividueller Bildungsbiografien. Diese Publikation stellt den aktuellen Stand in Bezug auf duale Studiengänge mit besonderem Fokus auf den Wirtschaftsbereich Handwerk dar. Sie schafft Transparenz und ist handlungsleitend für die Akteure der beruflichen und akademischen Bildung ...

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