Attraktivität der beruflichen Bildung bei Studierenden

Wie bewerten Studierende als potenzielle Zielgruppe der beruflichen Bildung das Image des deutschen Berufsbildungssystems?

Wie attraktiv sind betriebliche Aus- und Weiterbildungsangebote für die individuellen Bildungsbiografien der Studierenden?

Diesen und weiteren Fragen wurde im Rahmen einer repräsentativen Studie empirisch nachgegangen...

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Attraktivität der beruflichen Bildung bei Studierenden Ergebnisse einer bundesweiten Erhebung Arbeitsmarkterwartungen im Vergleich zwischen Ausbildungs- und Studienabschluss Postschulisches Bildungswahlverhalten Einfluss der Familie auf das postschulische Bildungswahlverhalten Rückblickende Bewertung postschulischer Bildungswege Informationsstand und Inanspruchnahme von Beratungsangeboten zur beruflichen Bildung Allgemeine Selbsteinschätzung zum Informationsstand der Studierenden Bekanntheit und Nutzung von Beratungsangeboten Studienzufriedenheit und Studienausstieg/Studienfachwechsel Studienzufriedenheit Wahrscheinlichkeit eines Studienausstiegs oder Studienfachwechsels Attraktivität der beruflichen Bildung Alternativen bei vorzeitiger Beendigung des Studiengangs Zusammenstellung individueller Wunschausbildungen Vignette-Frage zu Ausbildungspräferenzen Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung der dualen Berufsausbildung Danach gefragt, wie zufrieden die Studierenden insgesamt mit ihrem aktuellen Studium sind, konnte keine generelle Unzufriedenheit im Rahmen dieser Untersuchung nachgewiesen werden. Ganz im Gegenteil gaben insgesamt 77 Prozent der Stichprobe an, zum Zeitpunkt der Befragung zufrieden (23,5%) oder eher zufrieden (53%) gewesen zu sein. Nur 6,5 Prozent der Befragten äußerten sich als unzufrieden, 17 Prozent als eher unzufrieden. Weder differenziert nach Geschlecht noch dem aktuell angestrebten Abschluss (Bachelor, Master, Staatsexamen) oder aber dem Bildungsgrad der Eltern konnten nennenswerte Abweichungen vom Durchschnitt der Gesamtstichprobe festgestellt werden (vgl. Tabelle A17 im Anhang). Bei einer gesonderten Betrachtung der Studierenden mit erhöhter Abbruch-/Fachwechselwahrscheinlichkeit (? 20%) lassen sich hingegen erwartungsgemäß Abweichungen feststellen. Die Ergebnisse zeigen, dass in dieser Gruppe nur noch 12 Prozent mit ihrem Studium zufrieden sind, was der Hälfte des Gesamtdurchschnitts entspricht. Interessanterweise spiegelt sich der Effekt nicht am anderen Ende der Antwortskala (''unzufrieden''), sondern fast ausschließlich im Bereich des abgeschwächten ''eher unzufrieden''. Konkret verorten sich hier 27 Prozent der Befragten mit erhöhter Abbruch- oder Fachwechselwahrscheinlichkeit, was sowohl den Mittelwert der gesamten Stichprobe (17%) als auch den Referenzwert der Gruppe mit geringer Abbruch-/Wechselwahrscheinlichkeit (13%) deutlich übersteigt, in letztgenanntem Fall sogar um das Doppelte. Im Vergleich zu einer allgemeinen Einschätzung der Studienzufriedenheit wurde diese mit differenziertem Blick auf die Aspekte Berufs- und Praxisbezug des Studiums, finanzielle Situation, Berufsperspektiven und Leistungsanforderungen abgefragt. Mit Blick auf die finanzielle Situation der Studierenden und den Berufs-/Praxisbezug des Studiums fällt die Einschätzung deutlich negativer aus. Wie bewerten Studierende als potenzielle Zielgruppe der beruflichen Bildung das Image des deutschen Berufsbildungssystems? Wie attraktiv sind betriebliche Aus- und Weiterbildungsangebote für die individuellen Bildungsbiografien der Studierenden? Diesen und weiteren Fragen wurde im Rahmen einer repräsentativen Studie, die 2015 vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Kooperation mit der Maastricht University durchgeführt wurde, empirisch nachgegangen ...

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