Rendite der gesetzlichen Rentenversicherung

Gesetzliche Rentenversicherung, lohnt sich das?

Welche Leistungen bekomme ich für meine Rentenbeiträge?

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Rendite der gesetzlichen Rentenversicherung Gesetzliche Rentenversicherung - lohnt sich das? Welche Leistungen Sie für Ihre Rentenbeiträge bekommen Wer Sie bei der Planung Ihrer ­zusätzlichen Altersvorsorge ­unterstützt Gesetzliche Rentenversicherung lohnt sich Es wird viel über die Perspektive der Alterssicherung diskutiert. In den letzten Jahren wurden zahlreiche Reformen durchgeführt, um die Renten­versicherung auch langfristig auf eine ­sichere f­ inanzielle Basis zu stellen. Aufgrund der Reformen der letzten Jahre wird das Rentenniveau in der gesetzlichen Rentenversicherung künftig sinken. Das bedeutet: Die gesetzlichen Renten werden weiterhin steigen, allerdings langsamer als die Löhne. Dennoch lohnt es sich, in die Rentenver­sicherung einzuzahlen. Auch Versicherte, die erst in den nächsten Jahrzehnten in Rente gehen, können mit einer deutlich positiven Rendite rechnen. Dies ist das Ergebnis von Renditeberechnungen der Deutschen Rentenversicherung, die von unabhängigen Institutionen wie der bestätigt werden. Trotzdem gilt: Wer im Alter seinen bisherigen ­Lebensstandard halten will, sollte zusätzlich ­privat oder über seinen Betrieb vorsorgen. Inhaltsverzeichnis Renditeberechnung in der Rentenversicherung Positive Rendite - auch langfristig Negativ-Renditen sind nicht zu erwarten Zusätzliche Altersvorsorge ist wichtig Nur einen Schritt entfernt: Ihre Rentenversicherung Renditeberechnung in der Rentenversicherung Renditen kennt man vor allem bei Produkten von Banken und Versicherungen. Aber auch in der ­gesetzlichen Rentenversicherung kann man eine Rendite errechnen. Hierzu wird mit einem versicherungsmathematischen Verfahren für Modellfälle ermittelt, welcher Zinssatz bei einer Anlage der Beiträge am Kapitalmarkt benötigt würde, um mit den gleichen Beiträgen wie in der gesetzlichen Rentenversicherung eine ebenso hohe Rente für die gesamte Dauer der Rentenzahlung zu erzielen. Dr. Herbert Rische, Präsident der ­Deutschen Rentenversicherung Bund: ''Nach den jüngsten Reformmaßnahmen in der Rentenversicherung werden sich die Renditen in der Rentenversicherung zwar verringern, bleiben aber auch künftig ­positiv.'' Positive Rendite - auch langfristig Die Deutsche Rentenversicherung berechnet ­regelmäßig die Rendite der gesetzlichen Rente. Dabei zeigt sich, dass die Rendite für ­künftige Rentenzugänge zwar im Schnitt geringer ausfällt als für die Rentenzugänge in den zurückliegenden Jahren, aber auch langfristig deutlich positiv bleibt. Unsere Renditeberechnungen werden von unabhängigen Institutionen bestätigt, wie etwa vom Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung oder der . : ''Immer im Plus. Die Versicherten bekommen auch zukünftig mehr Rente als sie an Bei­trägen geleistet haben.'' Aktuelle Rendite Für den Modellfall eines durchschnittlich verdienenden Versicherten mit 45 Beitragsjahren und Rentenbeginn im Jahr 2013 ergeben die Berechnungen je nach Geschlecht, ­Familienstand und Alter des Versicherten bei Rentenbeginn Renditen zwischen 3,2 und 3,8 Prozent. Da in der gesetzlichen Rentenversicherung für Männer und Frauen mit gleichen Beiträgen auch die monatlichen Renten gleich hoch sind, ist die Rendite für Frauen deutlich höher - Frauen haben durchschnittlich eine höhere Lebenserwartung und erhalten entsprechend länger Rente. Rentable Rentenbeiträge Rentenbeginn Aufgrund der sich gegebenenfalls ergebenden Hinterbliebenenrente entspricht die Rendite für verheiratete Männer in etwa der Rendite für Frauen Künftige Rendite Auf lange Sicht wird die Rendite nach den aktuellen Berechnungen geringer ausfallen, aber deutlich positiv bleiben. Für Rentenzugänge des Jahres 2040 wird sie voraussichtlich zwischen 3,0 und 3,4 Prozent liegen. Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland und Sozialbeirat der Bundesregierung: ''Trotz des langfristig sinkenden Rentenniveaus wird die Rendite der gesetzlichen Rente auch in den kommenden Jahrzehnten deutlich positiv bleiben.'' Diese positive Perspektive ändert sich auch nicht, wenn das Renten­eintrittsalter auf das 67. Lebensjahr ange­hoben wird. Das liegt zum einen daran, dass in Zukunft weiterhin von einem Anstieg der durchschnittlichen Lebenserwartung aus­zugehen ist, zum anderen an den durch die Altersgrenzenanhebung bewirkten geringeren Beitragssätzen. Negativ-Renditen sind nicht zu erwarten Immer wieder liest man, dass die Rendite in der Rentenversicherung für bestimmte Geburtsjahrgänge negativ sei. Oft sind diese Berechnungen aber fragwürdig. Berechnungen, die zu negativen Renditen kommen, unterstellen teilweise unrealistische Annahmen, zum Beispiel, dass die Löhne in den nächsten Jahrzehnten gar nicht mehr steigen. Das ist aber völlig unwahrscheinlich. Prof. Dr. Axel Börsch-Supan, ­Wissenschaftler: ''Die Warnung vor einer drohenden Lücke zwischen Rentenbeiträgen und -leistungen ist meines Erachtens Schwarzmalerei.'' Außerdem wird bei diesen Berechnungen oft vergessen, dass die Rentenversicherung nicht nur dafür da ist, die Rente im Alter auszuzahlen. Das Leistungspaket der ge7 setzlichen Rentenversicherung ist sehr viel umfassender. Deshalb ist bei den Renditeberechnungen zu berücksichtigen, dass ­jeder Versicherte für seinen Beitrag neben der Altersrente weitere Leistungen bekommen kann. Prof. Dr. Bert Rürup, Wissenschaftler: ''Die Untersuchungen unabhängiger Institutionen sind bislang regelmäßig zu dem Ergebnis gekommen, dass die Renditen in der gesetzlichen Rentenversicherung auch langfristig positiv sein werden.'' Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung Die Deutsche Rentenversicherung zahlt ­neben den verschiedenen Altersrenten auch Witwen- und Waisenrenten, Rehabilitationsmaßnahmen sowie Erwerbsminderungsrenten, wenn Sie einen Unfall hatten oder krank werden und deshalb nicht mehr arbeiten ­können. Darüber hinaus übernimmt sie grundsätzlich einen Teil des Krankenversicherungsbeitrags der ­Rentner. Derartige Leistungen sind bei vielen anderen Produkten der Altersvorsorge nicht eingeschlossen. Bei der Berechnung der Rendite der gesetzlichen Rentenversicherung werden sie angemessen berücksichtigt. In der gesetzlichen Rentenversicherung sind zudem fast alle Arbeitnehmer versichert, egal ob jung oder alt. Der Beitragssatz ist für alle gleich, für Frauen und Männer oder auch für Kranke und Gesunde und für die gleiche Beitragszahlung gibt es die gleiche Monatsrente. Auch Anbieter privater Altersvorsorge­produkte müssen aufgrund eines Urteils des Europäischen Gerichtshofes vom März 2011 seit dem 21. Dezember 2012 einheitliche Tarife für Frauen und Männer (Unisex-Tarife) anbieten. Ein weiterer Vorteil der gesetzlichen Rentenversicherung sind die geringen Verwaltungskosten. Die Deutsche ­Rentenversicherung gibt im Schnitt nur 1,4 Prozent ihrer Ausgaben für die Verwaltung aus - private Versicherungen haben teilweise deutlich h ­ öhere Verwaltungskosten. Zusätzliche Altersvorsorge ist wichtig Die gesetzliche Rentenversicherung ist und bleibt die wichtigste Säule der Alterssicherung. Durch die Rentenreformen in den letzten Jahren wird das Rentenniveau künftig sinken. Wenn Sie Ihren bis dahin gewohnten Lebensstandard halten wollen, müssen Sie deshalb zusätzlich vorsorgen. Dabei unterstützt Sie der Staat: Er gewährt Zulagen oder steuerliche Vergünstigungen für eine private oder betriebliche Altersvorsorge, die Sie ergänzend zur gesetzlichen Rente ansparen. Unser Tipp: Mit Ihren Fragen rund um die staatlichen Zulagen können Sie sich an die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) bei der Deutschen Rentenversicherung Bund wenden. Dort werden die Zulagen berechnet und ausgezahlt. Die kostenpflichtige Telefonnummer der Hotline lautet 03381 21222324. Damit Sie Ihre Alterssicherung besser ­planen können, erhalten Sie von Ihrer gesetzlichen Rentenversicherung einmal im Jahr die Renteninformation. Daraus ist ersichtlich, mit welcher Rentenhöhe Sie später rechnen können. Nur einen Schritt entfernt: Ihre Rentenversicherung Sie haben noch Fragen? Sie benötigen Informationen oder wünschen eine individuelle Beratung? Wir sind für Sie da: kompetent, neutral, kostenlos ...

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