Kollegiale Hilfe durch betriebliche Ergonomieberater

Wir verfügen über eine Vielzahl an Strategien und Techniken,

um Fehlbelastungen an Bildschirmarbeitsplätzen wirksam zu vermeiden...

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Kollegiale Hilfe durch betriebliche Ergonomieberater Betriebliche Ergonomieberatung ist eine Daueraufgabe Argumente für betriebliche Ergonomieberater Was qualifiziert zum betrieblichen Ergonomieberater? So setzen Sie Ihre betriebliche Ergonomieberatung in Gang Mit der flächendeckenden Einführung der Bildschirmarbeit in der Finanzverwaltung des Landes Nordrhein-Westfalen kamen in den 1990er Jahren Bedenken auf, dass die tägliche Arbeit vor dem Monitor auf die Dauer der Gesundheit schaden könnte. Strahlende Röhrengeräte, der starre Blick auf den Bildschirm und ein Mobiliar, das noch aus der alten Aktenordner-Zeit stammte, machten den Beschäftigten zu schaffen. Doch schnell wurde deutlich, dass die neue Technologie auch viele Vorteile mit sich brachte. Plötzlich ließen sich Informationen per Knopfdruck oder Mausklick auf den Bildschirm holen, die noch wenige Jahre zuvor mühsam hätten gesucht werden müssen. Niemand wollte deshalb auf die Vorteile des digitalen Zeitalters verzichten, wenngleich die gesundheitsgerechte Gestaltung der Arbeitswelt damit eine neue Bedeutung bekam. Das Finanzministerium des Landes NordrheinWestfalen hat sich dieser Herausforderung gestellt und im Jahr 2000 entschieden, die Beratung der Beschäftigten und das Gesundheitsmanagement in den Finanzämtern weiter auszubauen. In allen Dienststellen der nordrhein-westfälischen Finanzverwaltung wurden sukzessive interne Ergonomiebeauftragte bestellt und qualifiziert. Die Ergonomiebeauftragten überprüfen die Arbeitsplätze ihrer Kolleginnen und Kollegen vor Ort, geben Tipps zur ergonomischen Einstellung von Tischen, Stühlen und Bildschirmen und stehen für alle Fragen rund um die Gestaltung der Bildschirmarbeitsplätze und zur ergonomischen Arbeitsweise zur Verfügung. Nach mehr als einem Jahrzehnt fällt die Bilanz sehr positiv aus. Die Ergonomiebeauftragten gehen ihrer Aufgabe mit großem Engagement nach und finden bei ihren Kolleginnen und Kollegen viel Anerkennung. Durch ihr Engagement konnten die Arbeitsplätze der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in relativ kurzer Zeit deutlich ergonomischer und damit gesundheitsfördernder ausgestaltet werden. Gleichzeitig konnten die Beschäftigten über die Ergonomiebeauftragten vor Ort viele gute Vorschläge zur weiteren Optimierung an die Verwaltung herantragen. Das Arbeiten am Bildschirm ist aus unseren heutigen Büros nicht mehr wegzudenken. Dass dies nicht immer gesund ist, wissen die Arbeitsschützer spätestens seit den neunziger Jahren. Aus dieser Zeit stammen viele der Normen und Richtlinien, etwa die Bildschirmarbeitsverordnung, die heute noch gelten. In der Zwischenzeit hat sich die Informationstechnologie rasant weiterentwickelt, die Krankheitsstatistiken deuten jedoch darauf hin, dass es in der Gestaltung der Bildschirmarbeit noch immer einen Nachholbedarf gibt. So verursachen heute Muskel-Skelett-Erkrankungen beinahe ein Viertel aller Arbeitsunfähigkeitstage. Als Ressortforschungseinrichtung des Bundes liefert die BAuA nicht nur wissenschaftliche Grundlagen zu wichtigen Themen der Arbeitswelt, sie beteiligt sich auch am Transfer guter Lösungen in die Praxis. Die vorliegende Broschüre sammelt Argumente für eine betriebliche Ergonomieberatung, nennt Voraussetzungen und gibt Hinweise, was bei der Umsetzung zu beachten ist. Dabei verfügen wir über eine Vielzahl an Strategien und Techniken, um Fehlbelastungen an Bildschirmarbeitsplätzen wirksam zu vermeiden: Bewegung am Arbeitsplatz und dynamisches Sitzen, hochauflösende und flimmerfreie Bildschirme, mannigfach einstellbare Stühle, Sitz-StehArbeitsplätze. Wie so oft handelt es sich nicht um ein Erkenntnis-, sondern um ein Umsetzungsproblem ...

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