Arbeitsmarktintegration hochqualifizierter Migrantinnen

Die Integration hochqualifizierter Migrantinnen

bietet eine doppelte Chance. Was kann getan werden, damit dies gelingt?

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Arbeitsmarktintegration hochqualifizierter Migrantinnen Berufsverläufe in Naturwissenschaft und Technik Im Fokus stehen in dieser Studie weibliche Zuwanderer aus den ehemaligen Ostblockstaa ten, wo der Anteil der promovierten Frauen in den Natur- und Ingenieurwissenschaften oft deutlich über dem westeuropäischen Durchschnitt liegt. Neben der Anerkennung ihrer beruflichen Abschlüsse ist für diese Frauen auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine wichtige Voraussetzung für eine gelingende In tegration, da die Kinderbetreuungsangebote bei uns sich häufig von denen ihrer Herkunftsländer unterscheiden. Deutschland droht ein Fachkräftemangel, der sich schon jetzt in einzelnen Branchen und Regionen abzeichnet. Betroffen ist insbesondere der naturwissenschaftlich-technische Bereich, der für die Innovationskraft und die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes von zentraler Bedeutung ist. Deshalb ist es unverzichtbar, dass wir mehr junge Menschen - Frauen wie Männer - für eine Berufsausbildung oder ein Studium im MINT-Bereich begeistern. Genauso wichtig ist es, verborgene Potenziale für den Arbeitsmarkt zu aktivieren. Dazu gehören gut ausgebildete Frauen, die sich aus familiären Gründen aus der Erwerbstätigkeit zurückgezogen haben, oder Migrantinnen und Migranten, deren im Ausland erworbene Qualifikationen bisher bei uns in vielen Fällen nicht oder nur unzureichend anerkannt werden. Um Menschen mit einer Zuwanderungsge schichte einen adäquaten Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt zu ermöglichen, hat die Bun desregierung das Anerkennungsgesetz auf den Weg gebracht. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung des Fachkräftemangels. Zugleich vermittelt sie den hier lebenden Migrantinnen und Migranten ein Signal der Wertschätzung und erhöht die Attraktivität Deutschlands für Hochqualifizierte aus dem Ausland. Im Allgemeinen lässt sich festhalten, dass vergleichsweise viele Migrantinnen aus postsozialistischen Staaten einen Hochschulabschluss haben. So ist der Anteil von Frauen mit Universitätsabschluss unter Zuwanderinnen aus vielen postsozialistischen Staaten teilweise deutlich höher als unter deutschen Frauen und Männern. Auch im Vergleich zu Migranten mit Universitätsabschluss ist der Anteil von Migrantinnen oft höher. Allerdings ist unter Migrantinnen und Migranten aus den angeführten Herkunftsstaaten, insbesondere unter den Frauen, auch der Anteil derjenigen ohne Berufsabschluss weit überproportional (ebd.). Das zeigt, dass Migrantinnen eine heterogene Gruppe sind und sehr unterschiedliche Gruppen zuwandern ...

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