Rauchen oder Nichtrauchen

Informationen, Tests und Tipps zum Thema Rauchen oder Nichtrauchen...

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rauchfrei! Informationen, Tests und Tipps zum Thema Rauchen oder Nichtrauchen Rauchen Sie oder haben Sie erst vor kurzem aufgehört zu rauchen? Dann lädt Sie diese Broschüre ein, (noch) einmal ganz gezielt über die Vor- und Nachteile des Rauchens nachzudenken. Bitte wählen Sie zunächst aus, welche der fünf Aussagen auf der rechten Seite am ehesten auf Sie zutrifft. Sie gelangen so direkt zu dem Abschnitt dieser Broschüre, der für Sie im Moment besonders interessant sein dürfte. Die hausärztliche Praxis ist auch beim Thema Rauchen oder Nichtrauchen eine wichtige Anlaufstelle. Ihre Hausärztin bzw. Ihr Hausarzt wird Sie bei Bedarf gerne beraten und informieren und Sie auf dem Weg in die Rauchfreiheit unterstützen. I. Ich rauche und denke zurzeit nicht darüber nach, damit aufzuhören. Nach 10 Jahren: Das Lungenkrebs-Risiko ist weiter gesunken bis auf normales Niveau. Zellen mit Gewebeveränderungen, die als Vorstufe eines Krebses aufzufassen sind, werden ausgeschieden und ersetzt. Auch das Risiko für weitere Krebsarten sinkt. Nach 15 Jahren: Das Risiko eines Herzinfarkts ist nicht höher als das eines Nichtrauchers bzw. einer Nichtraucherin. Der Gedanke, mit dem Rauchen aufzuhören, enthält für Sie zu viele unangenehme Vorstellungen. Deswegen denken Sie zurzeit nicht an einen Rauchstopp. Oft genannte Vorteile des Rauchens sind z.B. die Möglich­keit, sich mit Hilfe einer Zigarette bei Stress und Nervosität schnell entspan­nen zu können. Längerfristig stellt das Rauchen aber zweifellos eine große Gefährdung für Ihre Gesundheit dar. Wir würden uns deshalb freuen, wenn Sie - z.B. anhand dieser Broschüre - Ihre Ent-scheidung für das Rauchen nochmals überdenken. Die gesundheitlichen Vorteile eines Rauchstopps Ein Rauchstopp lohnt sich, auch wenn Sie bereits seit vielen Jahren rauchen: Nach 20 Minuten: Puls und Blutdruck sinken auf normale Werte. Nach 8 Stunden: Der Kohlenmonoxid-Spiegel im Blut sinkt auf normale Höhe. Gleichzeitig steigt der Sauerstoffpegel. Nach 24 Stunden: Das Risiko von Herzanfällen verringert sich. ach 48 Stunden: Die Nervenenden beginnen mit der NRegeneration, Geruchs- und Geschmackssinn verbessern sich. 2 Wochen bis 3 Monaten: Der Kreislauf stabilisiert sich. NDieachLungenfunktion verbessert sich. ach 1 bis 9 Monaten: Hustenanfälle, Verstopfung der NNasennebenhöhlen und Kurzatmigkeit gehen zurück. Die Lunge wird allmählich gereinigt, indem Schleim abgebaut wird. Die Anfälligkeit für Infekte geht zurück. ach einem Jahr: Das Risiko, dass der Herzmuskel zu wenig NSauerstoff erhält, ist um die Hälfte zurückgegangen. Das Risiko, an Lungenkrebs zu sterben, ist Numach505%Jahren: gesunken. Ebenso ist das Risiko für Krebserkrankungen von Mundhöhle, Luft- und Speiseröhre um die Hälfte zurückgegangen. Neue Beratungsangebote und Ausstiegshilfen Vielleicht haben Sie früher schon einmal erfolglos versucht, mit dem Rauchen aufzuhören. Das sollte kein Grund sein, es nicht noch einmal zu versuchen. Denn mit jedem ernst­haften Ausstiegsversuch steigen die Erfolgschancen. Viele Ex-Raucherinnen und Ex-Raucher haben einen oder mehrere Rückfälle auf dem Weg zur Rauchfreiheit erlebt. Wer heute einen Rauchstopp plant, kann zudem auf neue Beratungsangebote und Ausstiegshilfen zugreifen, die den Ausstieg aus dem Rauchen wesentlich erleichtern können. So bieten heute viele Ärztinnen und Ärzte gezielt Hilfe zur Raucherentwöhnung an. Die auf Seite 29 genannten Be­ratungstelefone, von den gesetzlichen Krankenkassen geförderte Kurs­angebote und ein Online-Ausstiegsprogramm der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (www.rauchfrei-info.de) sind weitere Beispiele für Hilfe­angebote (s. auch Seite 10). Haben Sie diese Informationen neugierig gemacht? Dann laden wir Sie ein, im Abschnitt II (siehe Seite 4) dieser Broschüre zunächst mehr über die Vor- und Nachteile eines Rauchstopps zu erfahren. Aufhören oder reduzieren? Viele Raucherinnen und Raucher können sich (noch) nicht entschließen, vollständig mit dem Rauchen aufzuhören. Sie versuchen stattdessen, möglichst wenig zu rauchen. Rauchen stellt jedoch immer ein Risiko für die Gesundheit dar. Zwar ist das Krebsrisiko stark von der Zahl der täglich gerauchten Zigaretten abhängig, die Schäden für das Herz-Kreislauf-System sind je­doch viel weniger dosisabhängig. Auch sogenannte Leicht-Zigaretten sind keine Lösung. Die niedrigen Nikotin- und Kondensatwerte werden durch intensiveres Rauchen weit­gehend wieder ausgeglichen. Nahezu alle Fachleute raten deshalb, das Rauchen in jedem Fall ganz aufzugeben. Den meisten Raucherinnen und Rauchern fällt das ohnehin leichter als ständiges Zählen und Maßhalten. II. Sie denken hin und wieder darüber nach, das Rauchen aufzugeben. 5 Sie ärgern sich über die Kosten des Rauchens, doch was wäre der nachmittägliche Kaffee ohne Zigarette? Manchmal stört es Sie selbst, dass Ihre Kleidung nach Rauch riecht, aber Kurzum: Sie sind weder damit zufrieden, Raucherin bzw. Raucher zu sein, noch können Sie sich dafür entscheiden, einen Rauchstopp in Angriff zu nehmen. Wenn Sie eine klare Entscheidung treffen möchten, ist es lohnenswert, sich das PRO und KONTRA Rauchen und Nichtrauchen einmal genau anzusehen. Bis jetzt haben Sie jedoch noch keine Entscheidung getroffen. Sie sind vielleicht einerseits besorgt um Ihre Gesundheit, haben aber andererseits Angst vor den Entzugserscheinungen? Die PRO- und KONTRA-Bilanz In der folgenden Tabelle finden Sie häufig genannte Pro- und Kontra-Argumente. Wie wichtig sind diese Argumente für Sie? Welche ganz persönlichen Argumente sind darüber hinaus für Sie von Bedeutung? Ergänzen Sie die Liste. Vergeben Sie einen Punkt für weniger wichtige Argumente, zwei Punkte für wichtige und drei Punkte für sehr wichtige Argumente und zählen Sie danach die Punkte auf jeder Seite zusammen. Vorteile des Rauchens ...

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