Ratgeber für schwerbehinderte Menschen

Dieser Ratgeber für schwerbehinderte Menschen stellt zahlreiche Infos

und praktische Hinweise rund um das Schwerbehindertenrecht zusammen...

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Ratgeber für schwerbehinderte Menschen. Informationen zu Antragsverfahren und Hilfen. Ratgeber für schwerbehinderte Menschen. Informationen zu Antragsverfahren und Hilfen. Ratgeber für schwerbehinderte Menschen. Seit Überführung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen in deutsches Recht ist die Inklusion von Menschen mit Behinderung immer mehr in das Zentrum des politischen Handelns gerückt. Inklusion hat das gleichberechtigte Zusammenleben aller Menschen zum Ziel. Menschen, die als beeinträchtigt oder behindert gelten, sollen nicht länger ausgegrenzt werden. Alle Menschen mit Behinderungen sollen ihren Platz mitten in der Gesellschaft haben - ganz nach dem Motto ''Mittendrin statt nur dabei!'' Dieser Ratgeber will aufzeigen, welche besonderen Rechte und Nachteilsausgleiche Menschen mit Behinderungen in Anspruch nehmen können, um selbstbestimmt am Leben in der Gesellschaft teilzuhaben. Häufig wird zum Nachweis einer Behinderung ein Schwerbehindertenausweis benötigt. Der Ratgeber stellt deshalb die wichtigsten Informationen und praktische Hinweise rund um das Thema Schwerbehindertenrecht und Nachteilsausgleiche zusammen. Für die individuelle Beratung im persönlichen Gespräch stehen kompetente Beratungseinrichtungen zur Verfügung. Eine Zusammenstellung wichtiger Anschriften und Informationsmöglichkeiten hilft, bei offenen Fragen den richtigen Ansprechpartner in Ihrer Nähe zu finden. Rainer Schmeltzer Minister für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen Inhalt Feststellungsverfahren. Antragsverfahren. Grad der Behinderung (GdB). Ausweis. Merkzeichen. Kinder und Jugendliche. Nachteilsausgleiche. Im Personenverkehr. Öffentlicher Personennahverkehr. Angebote und Services der Deutschen Bahn. Flugverkehr. Kündigungsschutz. Leistungen am Arbeitsplatz. Finanzielle Hilfen an schwerbehinderte Menschen. Finanzielle Hilfen an Arbeitgeber. Zusatzurlaub. Steuern. Lohn- und Einkommensteuer. Pauschbetrag für behinderte Menschen. Wahlrecht zwischen Pauschbetrag und tatsächlich entstandenen behinderungsbedingten Aufwendungen. Pauschbetrag und Einzelnachweis. Wege zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte. Kfz-Steuer. Bausparförderung und Vermögensbildung. Kindergeld. Sonstige Nachteilsausgleiche. Rundfunkbeitragsermäßigung, Befreiung von der Rundfunkbeitragspflicht. Parkerleichterungen für schwerbehinderte Menschen. Sonstige Parkerleichterungen. Ermäßigung zusätzlicher Gebühren für Autobesitzer. Wohngeld. Wohnraumförderung und Wohnberechtigungsschein. Gesetzliche Krankenversicherung. Altersrente. Blindengeld. Blindenführhund. Hilfe für hochgradig Sehbehinderte. Hilfe für Gehörlose. Benutzung von Behindertentoiletten. Feststellungsverfahren Diese Broschüre gibt Ihnen einen Überblick über das Verfahren zur Feststellung des Grades der Behinderung (GdB), über gesundheitliche Merkmale, die Ausstellung eines Schwerbehindertenausweises sowie über Ihre Rechte und die bedeutendsten Nachteilsausgleiche. Voraussetzung ist eine Feststellung nach dem Schwerbehindertenrecht (SGB IX) durch die zuständige Behörde. Antragsverfahren Der Antrag auf Feststellung einer Behinderung wird bei der jeweils zuständigen Kommune eingereicht (Verzeichnis im Anhang). Antragsformulare gibt es bei der zuständigen Behörde, aber beispielsweise auch bei den Behindertenverbänden und bei den Vertretungen für schwerbehinderte Menschen in den Betrieben und Dienststellen. Von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der so genannten Feststellungsbehörde werden der Grad der Behinderung (GdB) oder die gesundheitlichen Merkmale für eine Gewährung von Nachteilsausgleichen festgestellt. In der Regel werden dafür von Ihren behandelnden Ärzten und Krankenhäusern sowie den von Ihnen benannten sonstigen Stellen (z.B. Rentenversicherungsträger oder Pflegekasse) Befundberichte angefordert und ausgewertet. Wenn Sie ärztliche Unterlagen über Ihren derzeitigen Gesundheitszustand haben (insbesondere aktuelle Krankenhausentlassungsberichte, Kurabschlussgutachten und Ähnliches), fügen Sie diese bitte dem Antrag direkt bei. Reichen diese Unterlagen noch nicht für eine abschließende Beurteilung aus, wird eine zusätzliche Untersuchung von Fachärztinnen und -ärzten durchgeführt. Die Behörde ist bemüht, schnell über Ihren Antrag zu entscheiden. Erfahrungsgemäß nehmen die Arbeiten aber einige Zeit in Anspruch. Feststellungsverfahren Wenn Sie erwerbstätig sind, wird die Behörde Ihren Antrag vorrangig bearbeiten. Der Gesetzgeber hat hier für das Erstellen des ärztlichen Gutachtens und des Feststellungsbescheides verkürzte Bearbeitungsfristen vorgesehen. Über das endgültige Ergebnis erteilt die Behörde einen Feststellungsbescheid. Wichtig: Wenn sich Ihr Gesundheitszustand verschlechtert, kann jederzeit ein Änderungsantrag gestellt werden. Grad der Behinderung (GdB) Mit dem ''Grad der Behinderung” (GdB) wird die Auswirkung einer Behinderung auf die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben gekennzeichnet. Dabei spielt es keine Rolle, ob der gesundheitliche Schaden angeboren, Folge eines Unfalls oder einer Krankheit ist. Keine Berücksichtigung finden alterstypische Beeinträchtigungen. Die Festlegung eines Grades der Behinderung erfolgt in Zehnerschritten von 20 bis 100. Die Grundlagen für die Bewertung sind die bundesweit einheitlich geltende Versorgungsmedizinverordnung und die Anlage (Versorgungsmedizinische Grundsätze) hierzu. Sie beruhen auf neusten medizinischen Erkenntnissen und werden regelmäßig aktualisiert. Als schwerbehindert gelten Menschen, bei denen ein Grad der Behinderung von mindestens 50 festgestellt wurde. Bei mehreren Beeinträchtigungen wird jede zunächst einzeln bewertet. Zur Feststellung sich gegenseitig beeinflussender Gesundheitsschäden ist die Gesamtauswirkung maßgeblich, die abschließend den Grad der Behinderung (GdB) ergibt. Zum Nachweis einer bestehenden Behinderung ist ein Schwerbehindertenausweis nützlich. Dort sind der Grad der Behinderung (GdB) und eventuelle Merkzeichen eingetragen, die u. a. den Anspruch auf bestimmte Nachteilsausgleiche kennzeichnen. Der Ausweis enthält keine Angaben zu konkreten Gesundheitsstörungen. Der Ausweis ist im Regelfall ab dem Antragsmonat gültig. Bei begründetem besonderem Interesse - z.B. aus steuerlichen Gründen - kann unter bestimmten Voraussetzungen ein früherer Zeitpunkt in den Ausweis eingetragen werden. Der Ausweis ist fünf Jahre ab dem Monat der Ausstellung gültig. In Fällen, in denen eine Veränderung der Behinderung nicht zu erwarten ist, kann der Ausweis unbefristet ausgestellt werden. Dies ist im Einzelfall mit der zuständigen Behörde abzuklären. Seit dem 01.09.2014 wird der Schwerbehindertenausweis im modernen Scheckkartenformat ausgestellt. Wichtig: Bis zum 31.08.2014 ausgestellte Ausweise im alten Papierformat bleiben bis zum Ablauf ihrer Gültigkeitsdauer gültig, es sei denn, sie sind einzuziehen, weil z.B. die Schwerbehinderung nicht mehr besteht oder sich der Grad der Behinderung geändert hat. Ebenso können die alten Ausweise noch verlängert werden, wenn ein Verlängerungsfeld frei ist und keine Neufeststellung ansteht. Die alten Schwerbehindertenausweise im Papierformat können aber auf Wunsch jederzeit gegen eine Identifikationskarte umgetauscht werden. Feststellungsverfahren G - erhebliche Gehbehinderung Ist der Behinderte in seiner Bewegungsfähigkeit im Straßenverkehr erheblich beeinträchtigt, erhält er das Merkzeichen G. Diese Voraussetzung liegt dann vor, wenn der Behinderte ortsübliche Wegstrecken nicht zu Fuß zurücklegen kann. Es kommt dabei nicht auf die konkreten örtlichen Verhältnisse an, sondern nur darauf, welche Entfernungen im Allgemeinen noch zu Fuß zu bewältigen sind. Altersbedingte Einschränkungen des Gehvermögens werden nicht berücksichtigt. Eine erhebliche Beeinträchtigung der Bewegungsfähigkeit im Straßenverkehr wird u. a. dann angenommen, wenn Funktionsstörungen der unteren Gliedmaßen und/oder der Lendenwirbelsäule bestehen, die sich auf die Gehfähigkeit auswirken und die für sich einen GdB von wenigstens 50 bedingen. Bei inneren Leiden ist eine erhebliche Beeinträchtigung der Bewegungsfähigkeit vor allem bei Herzschäden und bei Atembehinderungen (jeweils mit Leistungsbeeinträchtigung bereits bei alltäglicher leichter Belastung) anzunehmen. aG - außergewöhnliche Gehbehinderung Menschen, die sich nur mit fremder Hilfe oder nur mit großer Anstrengung außerhalb ihres Kraftfahrzeuges fortbewegen können, gelten als außergewöhnlich gehbehindert. In ihrem Behindertenausweis ist das Merkzeichen aG eingetragen. Zu diesem Personenkreis gehören beispielsweise Querschnittsgelähmte, Doppeloberschenkelbzw. Doppelunterschenkelamputierte und andere schwerbehinderte Menschen, die in gleichem Maße betroffen sind. Das Gehvermögen muss also auf das Schwerste eingeschränkt sein. Wird ein Rollstuhl benutzt, kommt es darauf an, ob der Behinderte ständig auf ihn angewiesen ist. Es genügt nicht, dass ein Rollstuhl, z.B. um einer Verschlechterung des Gehvermögens vorzubeugen, verordnet worden ist. Als Erkrankungen der inneren Organe, die eine Gleichstellung rechtfertigen, sind beispielsweise Herzschäden und Krankheiten der Atmungsorgane anzusehen, sofern die Einschränkung der Herzleistung oder der Lungenfunktion für sich alleine einen GdB von wenigstens 80 bedingt. Bl - Blindheit Das Merkzeichen Bl wird eingetragen, wenn dem behinderten Menschen das Augenlicht vollständig fehlt. Feststellungsverfahren Als blind wird auch der behinderte Mensch eingestuft, dessen Sehschärfe auf keinem Auge und auch nicht bei beidäugiger Prüfung mehr als 1/50 beträgt oder bei dem andere Störungen des Sehvermögens von einem solchen Schweregrad vorliegen, dass sie dieser Beeinträchtigung der Sehschärfe entspricht. Gl - Gehörlos Das Merkzeichen Gl wird eingetragen, wenn der schwerbehinderte Mensch gehörlos im Sinne des § 145 des SGB IX ist. Gehörlos sind nicht nur Hörbehinderte, bei denen Taubheit beiderseits vorliegt, sondern auch Hörbehinderte mit einer an Taubheit grenzenden Schwerhörigkeit beiderseits - wenn daneben schwere Sprachstörungen (z.B. schwer verständliche Lautsprache oder geringer Sprachschatz) vorliegen. Dies sind in der Regel Hörbehinderte, bei denen die an Taubheit grenzende Schwerhörigkeit angeboren oder in der Kindheit erworben worden ist. B - Notwendigkeit ständiger Begleitung Das Merkzeichen B wird eingetragen, wenn der schwerbehinderte Mensch bei der Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln infolge der Behinderung regelmäßig auf fremde Hilfe angewiesen ist. Er ist dann zur kostenfreien Mitnahme einer Begleitperson berechtigt. Eine Eintragung des Merkzeichens B erfolgt nur, wenn zudem die Voraussetzungen für die Merkzeichen G, Gl oder H vorliegen. Das Merkzeichen B liegt stets vor bei Querschnittsgelähmten, Ohnhändern, Blinden sowie denjenigen erheblich Sehbehinderten, hochgradig Hörbehinderten, geistig Behinderten und Anfallskranken, denen das Merkzeichen G zusteht. Eine Begleitung ist häufig auch dann notwendig, wenn eine außergewöhnliche Gehbehinderung oder Hilflosigkeit vorliegt. H - Hilflosigkeit Hilflos ist eine Person, wenn sie im Alltag dauernd fremder Hilfe bedarf. Diese Voraussetzung ist auch erfüllt, wenn die Hilfe in Form einer ständigen Überwachung oder Anleitung erforderlich ist oder wenn die Hilfe zwar nicht dauernd geleistet werden muss, jedoch eine ständige Bereitschaft zur Hilfestellung erforderlich ist. Zu den ''häufig und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen'' im Alltag gehören insbesondere das An- und Auskleiden, Nahrungsaufnahme, Körperpflege, Toilettengänge. Die notwendige Hilfe bei diesen Verrichtungen muss erheblich sein. Die Feststellungen der Pflegekassen über das Vorliegen von Pflegebedürftigkeit führen nicht automatisch zur Feststellung von ''Hilflosigkeit”. Bei Vorliegen von Schwerstpflegebedürftigkeit (Stufe III) wird jedoch grundsätzlich auch das Merkzeichen H eingetragen. Für Kinder und Jugendliche gelten die gleichen Maßstäbe wie bei Erwachsenen. Bei der Beurteilung der Hilflosigkeit sind allerdings neben den ''regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen'' auch die Anleitung dazu und die Förderung der körperlichen und geistigen Entwicklung (z.B. durch Anleitung im Gebrauch der Gliedmaßen oder durch Hilfen zum Erfassen der Umwelt und zum Erlernen der Sprache) sowie die notwendige Betreuung den Hilfeleistungen zuzurechnen. Alterstypische Hilfebedürftigkeit bei Kindern und Jugendlichen wird bei der Feststellung nicht berücksichtigt. RF - Ermäßigung des Rundfunkbeitrags Das Merkzeichen RF wird in den Schwerbehindertenausweis eingetragen, wenn die gesundheitlichen Voraussetzungen für die Ermäßigung des Rundfunkbeitrags vorliegen. Die ist der Fall bei blinden oder nicht nur vorübergehend wesentlich sehbehinderten Menschen mit einem Grad der Behinderung von wenigstens 60 v. H. allein wegen der Sehbehinderung, hörgeschädigten Menschen, die gehörlos sind oder denen eine ausreichende Verständigung über das Gehör auch mit Hörhilfen nicht möglich ist, behinderten Menschen, deren Grad der Behinderung nicht nur vorübergehend wenigstens 80 v. H. beträgt und die wegen ihres Leidens an öffentlichen Veranstaltungen ständig nicht teilnehmen können. Solange mit technischen Hilfsmitteln wie Rollstühlen usw. und gegebenenfalls mit Hilfe einer Begleitperson öffentliche Veranstaltungen (z.B. Theater, Kino, Kirche, Restaurant, Sportveranstaltung) besucht werden können, kommt die Eintragung des Merkzeichens RF nicht in Betracht. Nach Feststellung des Merkzeichens RF bedarf es eines weiteren Antrags, um in den Genuss der Ermäßigung zu kommen (s. unter sonstige Nachteilsausgleiche). 1. Kl. - Bahnfahrten in der 1. Klasse Ausschließlich Kriegsbeschädigte und Verfolgte im Sinne des Bundesentschädigungsgesetzes (BEG) haben unter besonderen Umständen das Recht, in Zügen mit einer Fahrkarte für die 2. Klasse die 1. Klasse zu benutzen. VB - Versorgungsberechtigt Die Eintragung VB erfolgt bei schwerbehinderten Menschen, die Anspruch auf Versorgung nach anderen Gesetzen des Sozialen Entschädigungsrechts - z.B. Soldatenversorgungsgesetz (SVG), Gesetz über die Entschädigung der Opfer von Gewalttaten (OEG), Infektionsschutzgesetz (IfSG) und weitere Entschädigungsgesetze - nach einem Grad der Schädigungsfolgen (GdS) von wenigstens 50 Prozent haben. EB - Entschädigung nach dem Bundesentschädigungsgesetz Das Merkzeichen EB wird eingetragen, wenn die Erwerbsfähigkeit um mindestens 50 Prozent nach den Vorschriften des Bundesentschädigungsgesetzes (BEG) beeinträchtigt ist. Kriegsbeschädigt Wer Anspruch auf Versorgung nach dem Bundesversorgungsgesetz hat und einen Grad der Schädigungsfolgen (GdS) von mindestens 50 Prozent nachweisen kann, erhält die Eintragung ''Kriegsbeschädigt”. Nachteilsausgleiche Im Personenverkehr Öffentlicher Personennahverkehr Die unentgeltliche Beförderung im öffentlichen Personennahverkehr steht folgenden Personengruppen zu: Erheblich Gehbehinderte Außergewöhnlich Gehbehinderte Blinde Hilflose Gehörlose Sie erhalten einen Schwerbehindertenausweis mit orangefarbenem Flächenaufdruck. Nachteilsausgleiche Für Gehbehinderte und Gehörlose ist die unentgeltliche Beförderung allerdings nur mit zusätzlichem Beiblatt mit einer Wertmarke möglich, die jährlich 80 Euro bzw. halbjährlich 40 Euro kostet (Stand: Januar 2016). Kostenlos erhalten schwerbehinderte Menschen die Wertmarke, wenn Blindheit (Bl) oder Hilflosigkeit (H) vorliegen oder eine der nachstehenden Leistungen bezogen wird: 1. Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II: Arbeitslosengeld II (nach §§ 19 ff. SGB II), persönlicher Anspruch bzw. Anspruch als Mitglied einer Bedarfsgemeinschaft im Sinne des § 7 SGB II Sozialgeld (nach § 19 Abs. 1 Satz 2 SGB II) Krankengeld (nach § 44 in Verbindung mit § 47b SGB V in Höhe des zuvor gezahlten ALG II, keine Leistung des SGB II, aber analoge Anwendung) 2. Laufende Leistungen nach dem Dritten und Vierten Kapitel des SGB XII: Hilfe zum Lebensunterhalt (nach §§ 27 bis 40 SGB XII) Leistungen zur Grundsicherung (nach §§ 41 bis 46a SGB XII) Leistungen nach § 2 Abs. 1 Asylbewerberleistungsgesetz (keine Leistung des SGB XII, aber analoge Anwendung) 3. Laufende Leistungen nach dem SGB VIII 4. Für den Lebensunterhalt (notwendige) laufende Leistungen nach §§ 27a und 27d Bundesversorgungsgesetz Eine kostenlose Wertmarke erhalten auch Kriegsbeschädigte und Berechtigte im Sinne des Bundesentschädigungsgesetzes aufgrund einer besonderen Besitzstandsregelung. Der Schwerbehindertenausweis mit orangefarbenem Flächenaufdruck und gültiger Wertmarke berechtigt dazu, das Nahverkehrsangebot im gesamten Bundesgebiet kostenlos zu nutzen. Die Freifahrtmöglichkeiten ergeben sich aus nachstehender Tabelle. Freifahrtmöglichkeiten Schwerbehindertenausweis mit orangefarbenem Flächenaufdruck, Beiblatt mit gültiger Wertmarke Straßenbahnen, O-Busse sowie U-Bahnen und Omnibusse im Orts- und Nachbarortslinienverkehr mit nicht bundeseigenen Eisenbahnen und mit allen Nahverkehrszügen der Deutschen Bahn AG - Regionalbahn (RB), Regionalexpress (RE), Interregio Express (IRE) und S-Bahn (in der 2. Klasse) Angebote und Services der Deutschen Bahn Schwerbehinderte Reisende, die die Voraussetzungen der Freifahrtberechtigung erfüllen, können alle Nahverkehrszüge der DB und anderer Eisenbahnverkehrsunternehmen bundesweit in der 2. Klasse ohne zusätzliche Fahrkarte mit dem grün-orangen Schwerbehindertenausweis und dem Beiblatt mit gültiger Wertmarke nutzen. Begleitpersonen fahren bei eingetragenem Merkzeichen B (Berechtigung zur Mitnahme einer Begleitperson) in allen Zügen des Nah- und Fernverkehrs kostenlos. Das gilt auch, wenn der Ausweisinhaber selbst nicht freifahrtberechtigt ist. Gleiches gilt für einen Hund, den ein schwerbehinderter Mensch mitführt, wenn in dessen Ausweis die Berechtigung zur Mitnahme einer Begleitperson nachgewiesen ist. Auch ohne Beiblatt mit Wertmarke ist die Beförderung eines mitgeführten Krankenfahrstuhles oder eines vergleichbaren orthopädischen Hilfsmittels unentgeltlich. Hilfsmittel, die eine Größe von 120 x 70 cm (entspricht den geltenden Normen) überschreiten, können nur im Rahmen der Fahrradmitnahme befördert werden, sofern Türbreiten, Gewichtsgrenzen von Einstiegshilfen etc. eingehalten werden. Darüber hinaus bietet die Deutsche Bahn AG eine Reihe von weiteren Vergünstigungen und Serviceleistungen an, wie z.B.: kostenfreie Sitzplatzreservierung bei eingetragenem Merkzeichen B im Schwerbehindertenausweis, barrierefreie Bereiche für Rollstuhlnutzer/-innen, vorrangig von schwerbehinderten Menschen nutzbare Sitzplätze, kostenlose Ein-, Um- und Aussteigehilfen, kostenlose Fahrplanauskunft via Sprachdialogsystem aus dem Festnetz und Mobilfunknetz unter 0800 1 50 70 90, spezielle Internetseiten unter www.bahn.de/barrierefrei, insbesondere auch für gehörlose Menschen, Erwerb der BahnCard 50 zu einem ermäßigten Preis (ab GdB 70), Preisermäßigung beim Gepäckversand. Weitere nützliche Tipps bieten Ihnen die von der Deutschen Bahn herausgegebenen Informationen für mobilitätseingeschränkte Reisende. Die Broschüre ''Mobil mit Handicap - Services für mobilitätseingeschränkte Reisende'' liegt kostenlos in den Reisezentren und an der ''DB Information'' der größeren Bahnhöfe aus. Die Mobilitätsservice-Zentrale der Deutschen Bahn ist der kompetente Ansprechpartner für barrierefreies Reisen. Mobilitätseingeschränkte Reisende erhalten hier alles aus einer Hand, von der Beratung über die gewünschten Zugverbindungen bis zur Sitzplatzreservierung und dem Kauf der erforderlichen Fahrkarten oder der Anmeldung von Hilfeleistungen beim Ein-, Um- und Ausstieg. Die Reiseunterlagen können auf Wunsch nach Hause geschickt oder wahlweise auch an einem Fahrkartenautomaten hinterlegt werden. Mobilitätsservice­Zentrale der Deutschen Bahn Telefon: 01806 512 512 Fax: 01805 159 357 E-Mail: msz@deutschebahn.com Internet: www.bahn.de/barrierefrei Flugverkehr Generelle Preisermäßigungen werden schwerbehinderten Menschen nicht gewährt. Es liegt in der alleinigen Entscheidung des Luftfahrtunternehmens, ob und wem es Flugpreisermäßigungen gewährt. Ob Begleitpersonen von schwerbehinderten Menschen bei eingetragenem Merkzeichen B kostenlos fliegen, sollte vor Reiseantritt geklärt werden, da es sich hier nicht um gesetzliche Ansprüche handelt. Nähere Auskünfte erhalten Sie im Einzelfall bei der jeweiligen Fluggesellschaft oder Ihrem Reisebüro. Dies gilt insbesondere für die unterschiedlichen Reisebedingungen (Passagiertarife) der Fluggesellschaften. Es kann durch26 aus sein, dass es preiswerter ist, wenn eine schwerbehinderte Person für sich und die Begleitperson zwei Tickets der billigsten Kategorie kauft. Denn: Vergünstigungen für Schwerbehinderte gelten nicht selten nur für hochwertige Tarife. Kündigungsschutz Grundsätzlich gelten für schwerbehinderte Menschen die gleichen Kündigungsschutzregeln wie für alle Arbeitnehmer/-innen. Darüber hinaus muss das jeweilige Integrationsamt (des Landschaftsverbandes Rheinland oder Westfalen-Lippe) der Kündigung zustimmen, sofern das Arbeitsverhältnis länger als sechs Monate besteht und die Schwerbehinderung zum Zeitpunkt der beabsichtigten Kündigung nachgewiesen ist. Die Schwerbehinderung ist nachgewiesen, wenn sie offenkundig ist, der kommunale Aufgabenträger sie festgestellt hat, bei einem Personenkreis mit einem GdB von 30 oder 40 die Gleichstellung durch Bescheid der Agentur für Arbeit erfolgte oder ein Verfahren auf Feststellung der Eigenschaft als schwerbehinderter Mensch zwar anhängig ist, der kommunale Aufgabenträger jedoch ohne Verschulden des Antragstellers nach Ablauf der Frist - in der Regel drei Wochen - noch keine Entscheidung treffen konnte. Nachteilsausgleiche Das Zustimmungserfordernis durch das Integrationsamt gilt also nicht für Beschäftigte, deren Schwerbehinderung zum Zeitpunkt der Kündigung nicht nachgewiesen ist, wenn der kommunale Aufgabenträger die Behinderung wegen fehlender Mitwirkung des Antragstellers nicht feststellen konnte. Das Integrationsamt soll während des Zustimmungsverfahrens auf eine Einigung der Beteiligten hinarbeiten. Gelingt die Einigung nicht, wägt das Integrationsamt die Interessen des schwerbehinderten Menschen gegen die Interessen des Arbeitgebers ab und entscheidet auf dieser Basis. Leistungen am Arbeitsplatz Persönliche Hilfen und finanzielle Leistungen, die auch dem Unternehmen gewährt werden können, sollen den Arbeitsplatz eines schwerbehinderten Menschen sichern. Möglich sind: Finanzielle Hilfen an schwerbehinderte Menschen: Übernahme der Kosten für technische Arbeitshilfen, Darlehen oder Zinszuschüsse zur Gründung und Erhaltung einer selbstständigen beruflichen Existenz, Hilfen zur Beschaffung von behinderungsgerechtem Wohnraum, Anpassung und Ausstattung an behinderungsbedingte Bedürfnisse, Umzug in eine behinderungsgerechte oder erheblich verkehrsgünstiger zum Arbeitsplatz gelegene Wohnung, Leistungen, um einen Führerschein zu erwerben, ein Fahrzeug zu kaufen oder behinderungsgerecht auszustatten, Hilfen zur Erhaltung der Arbeitskraft und in besonderen behinderungsbedingten Lebenslagen, Hilfen zur Erhaltung und Erweiterung beruflicher Kenntnisse und Fertigkeiten, Übernahme der Kosten für eine notwendige Arbeitsassistenz. Finanzielle Hilfen an Arbeitgeber: Arbeitgeber können Zuschüsse oder Darlehen erhalten, wenn sie Arbeits- und Ausbildungsplätze für schwerbehinderte Menschen bereitstellen, sie Arbeits- und Ausbildungsplätze behinderungsgerecht umgestalten, schwerbehinderte Menschen am Arbeitsplatz besonders betreut werden oder durch die Beschäftigung von schwerbehinderten Menschen außergewöhnliche Belastungen entstehen, sie im Bereich der Prävention bei der Einführung eines betrieblichen Eingliederungsmanagements tätig werden (hier als Prämie oder Bonus). Die finanziellen Hilfen an schwerbehinderte Menschen und Arbeitgeber können auch Personen mit einem Grad der Behinderung (GdB) von 30 oder 40 erhalten, wenn sie den schwerbehinderten Menschen gleichgestellt worden sind. Das ist möglich, wenn sonst infolge der Behinderung ein geeigneter Arbeitsplatz nicht erlangt oder behalten werden kann. Über die Gleichstellung informiert und entscheidet die Agentur für Arbeit. Zudem sind neben den eben erwähnten begleitenden Hilfen im Arbeitsleben besondere Förderleistungen zur Einstellung und Beschäftigung schwerbehinderter Menschen durch die Agentur für Arbeit möglich. Weiterführende Informationen für schwerbehinderte Arbeitnehmer und Arbeitgeber finden Sie u. a. im Internet unter www.integrationsaemter.de und www.integration.unternehmen.nrw.de. Zusatzurlaub Wer einen Schwerbehindertenausweis hat und seinem Arbeitgeber vorlegt, erhält zusätzlich zum Grundurlaub laut Arbeits- oder Tarifvertrag, der allen Beschäftigten zusteht, einen Zusatzurlaub von einer Arbeitswoche. Die Länge des Zusatzurlaubs richtet sich nach den Arbeitstagen während der Woche. Er beträgt beispielsweise fünf Tage, wenn die Arbeitszeit auf fünf Tage in der Woche verteilt ist, vier Tage bei vier Arbeitstagen in der Woche. Der Arbeitgeber sollte über den Anspruch auf Zusatzurlaub unmittelbar nach Eintritt der Schwerbehinderung informiert werden. Den vollen Zusatzurlaub gibt es nur dann, wenn die Schwerbehinderung für das komplette Jahr anerkannt worden ist. Bei Eintritt oder Wegfall im Verlauf eines Kalenderjahres besteht ein Anspruch auf Zusatzurlaub nur anteilig. Die Regelung lautet: Für jeden vollen Kalendermonat als Schwerbehinderter besteht Anspruch auf ein Zwölftel des Zusatzurlaubs. Bruchteile von Urlaubstagen, die mindestens einen halben Tag ergeben, werden aufgerundet. Unterstützung und weitere Informationen bekommen Sie hier: Die Integrationsämter bei den Landschaftsverbänden Rheinland und Westfalen­Lippe sind neben der individuellen Beratung auch für Informationen über besondere Leistungen zum Erhalt des Arbeitsplatzes zuständig. Sie informieren ferner über den Kündigungsschutz, die begleitenden Hilfen im Arbeitsleben und den Zusatzurlaub. Technische Fachdienste unterstützen bei der behinderungsgerechten Ausstattung neuer oder vorhandener Arbeitsplätze. Sie beraten Arbeitgeber, schwerbehinderte Arbeitnehmer und die betrieblichen Helfer in technisch­organisatorischen Fragen bei der Beschäftigung schwerbehinderter Arbeitnehmer. Integrationsfachdienste beraten, begleiten und unterstützen arbeitsuchende und beschäftigte, besonders betroffene behinderte, schwerbehinderte oder von Behinderung bedrohte Menschen mit dem Ziel, diese auf geeignete Arbeitsplätze auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu vermitteln, Arbeitsverhältnisse zu sichern und damit die Teilhabe am Arbeitsleben nachhaltig zu ermöglichen. Die Agenturen für Arbeit beraten behinderte und schwerbehinderte Jugendliche und Erwachsene in allen Fragen der Berufswahl, der beruflichen Entwicklung und des Berufswechsels, informieren über beruflich bedeutsame Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt und sind für die Arbeits- und Ausbildungsvermittlung zuständig. Steuern Lohn­ und Einkommensteuer Bei der Lohn- und Einkommensteuer erhalten behinderte Menschen steuerliche Vergünstigungen in Form von Pauschbeträgen oder durch Abzug der tatsächlichen Mehraufwendungen bei der Einkommensermittlung. Arbeitnehmende können die meisten Steuervergünstigungen bereits durch Berücksichtigung eines Freibetrags zur Minderung des monatlichen Lohnsteuerabzuges (Lohnsteuerermäßigungsverfahren) geltend machen. Pauschbetrag für behinderte Menschen Wegen der außergewöhnlichen Belastungen, die einem Menschen unmittelbar infolge seiner Behinderung entstehen, wird von den Einkünften ein Pauschbetrag abgezogen, der sich nach dem dauernden Grad der Behinderung richtet. Bei Menschen, deren Grad der Behinderung zwischen 25 und 45 liegt, ist eine Steuerermäßigung nur möglich, wenn wegen der Behinderung entweder ein gesetzlicher Anspruch auf Rente oder andere laufende Bezüge besteht oder die Behinderung zu einer dauernden Einbuße der körperlichen Beweglichkeit geführt hat oder die Behinderung auf einer typischen Berufskrankheit beruht. Für Blinde oder andere behinderte Menschen, die infolge der Behinderung nicht nur vorübergehend so hilflos sind, dass sie für eine Reihe von häufig und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen zur Sicherung ihrer persönlichen Existenz im Ablauf des täglichen Lebens in erheblichem Umfang fremder Hilfe dauernd bedürfen (Hilflose), erhöht sich der jährliche Pauschbetrag auf 3 700 Euro (Merkzeichen ''Bl'' oder ''H'' im Ausweis nach dem SGB IX). Der erhöhte Pauschbetrag ist auch zu gewähren, wenn die Hilfe in Form einer Überwachung oder Anleitung zu den genannten Verrichtungen erforderlich ist oder wenn die Hilfe zwar nicht dauernd geleistet werden muss, jedoch eine ständige Bereitschaft zur Hilfeleistung notwendig ist. Im Übrigen steht dem Merkzeichen ''H'' die Einstufung als Person mit Schwerstpflegebedarf in Pflegestufe III nach dem SGB XI, dem SGB XII oder entsprechenden gesetzlichen Bestimmungen gleich. Die Erfüllung dieser Voraussetzung ist durch Vorlage eines entsprechenden Bescheids nachzuweisen. Die Pauschbeträge sind Jahresbeträge. Sie werden auch dann in voller Höhe gewährt, wenn die Behinderung nicht während des gesamten Jahres bestanden hat. Ändert sich der Grad der Behinderung im Laufe eines Kalenderjahres, wird stets der höhere Pauschbetrag für das gesamte Jahr berücksichtigt. Treten bei einer Person mehrere Behinderungen aus verschiedenen Gründen auf, wird jeweils die Behinderung zu Grunde gelegt, die zum höchsten Pauschbetrag führt. Der Grad der Behinderung kann bei einem Behinderungsgrad von mind. 50 nur durch einen Ausweis nach dem SGB IX oder durch einen Bescheid der für die Durchführung des Bundesversorgungsgesetzes zuständigen Behörde nachgewiesen werden. Aufgrund dieser Unterlagen können die Pauschbeträge unter Umständen noch für zurück34 liegende Jahre gewährt und Steuerbescheide, in denen der Pauschbetrag noch nicht berücksichtigt ist, entsprechend geändert werden. Sie können den Pauschbetrag auch in Anspruch nehmen, wenn die Voraussetzungen bei Ihrer Ehegattin bzw. Ihrem Ehegatten vorliegen. Entsprechendes gilt für Ihre Kinder, für die Sie Anspruch auf Kindergeld, einen Kinderfreibetrag oder einen Freibetrag für den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf haben, sofern diese die Steuerermäßigung nicht selber in Anspruch nehmen. Wahlrecht zwischen Pauschbetrag und tatsächlich entstandenen behinderungsbedingten Aufwendungen Mit dem Pauschbetrag für behinderte Menschen werden die Aufwendungen abgegolten, die behinderten Menschen erfahrungsgemäß durch ihre Krankheit bzw. Behinderung entstehen und deren alleinige behinderungsbedingte Veranlassung nur schwer nachzuweisen ist. Hierzu gehören insbesondere die Aufwendungen für die Hilfe bei den gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen des täglichen Lebens, für die Pflege sowie für einen erhöhten Wäschebedarf. Wenn die tatsächlichen unmittelbar infolge der Behinderung entstehenden Aufwendungen über den vorgenannten Pauschbeträgen liegen, können diese angesetzt werden. Die Aufwendungen müssen dem Finanzamt dann allerdings belegt oder zumindest glaubhaft gemacht werden. Das Wahlrecht zwischen dem Ansatz des Pauschbetrages und der tatsächlichen Aufwendungen kann pro Jahr nur einheitlich ausgeübt werden. Wenn der Grad der Behinderung unter 25 oder wenn er zwischen 25 und 45 liegt und die sonstigen Voraussetzungen für die Gewährung von Pauschbeträgen nicht vorliegen, sind die entstandenen Mehraufwendungen in jedem Fall im Einzelnen zu belegen oder zumindest glaubhaft zu machen. In allen vorgenannten Fällen werden die tatsächlichen Mehraufwendungen aber nur mit dem um die ''zumutbare Belastung'' gekürzten Betrag steuerlich berücksichtigt. Die Höhe der ''zumutbaren Belastung'' von Steuerpflichtigen ist abhängig vom Gesamtbetrag der Einkünfte, der Anzahl der Kinder und vom Familienstand. Pauschbetrag und Einzelnachweis In bestimmten Ausnahmefällen können nachgewiesene Aufwendungen neben den Pauschbeträgen berücksichtigt werden. Hierzu gehören z.B. außerordentliche Krankheitskosten, die durch einen akuten Anlass verursacht werden, z.B. Kosten einer Operation, einer Heilbehandlung, Arznei- und Arztkosten, Aufwendungen für eine Heilkur, die aufgrund eines vor Kurantritt ausgestellten amtsärztlichen Attestes durch geführt wird (die ärztliche Bescheinigung eines Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung steht dem amtsärztlichen Attest gleich), ein Aufwand für durch die Behinderung veranlasste unvermeidbare Fahrten mit dem eigenen Pkw von jährlich insgesamt 3 000 km mit einem Kilometersatz von 0,30 Euro bei einem Behinderungsgrad von mindestens 80. Bei geh- und stehbehinderten Menschen (Merkzeichen ''G'' im Ausweis nach dem SGB IX) reicht ein Behinderungsgrad von mindestens 70 aus. Aufwendungen für diese Fahrten können allerdings nur berücksichtigt werden, soweit sie nachgewiesen oder glaubhaft gemacht werden und angemessen sind. Aus Vereinfachungsgründen kann im Allgemeinen ein Aufwand für Fahrten bis zu 3 000 km als angemessen angesehen werden. Ist jemand so stark behindert, dass sie oder er sich außerhalb des Hauses nur mit Hilfe eines Kraftfahrzeuges bewegen kann (Merkzeichen ''aG'', ''Bl'' oder ''H'' im Ausweis nach dem SGB IX), sind sowohl die Aufwendungen für durch die Behinderung veranlasste unvermeidbare Fahrten als auch für Freizeit-, Erholungs- und Besuchsfahrten bis zu 15 000 km jährlich mit einem Kilometersatz von 0,30 Euro abziehbar. Die tatsächliche Fahrleistung ist nachzuweisen (z.B. anhand eines Fahrtenbuchs) oder zumindest glaubhaft zu machen. Eine höhere Fahrleistung als 15 000 km jährlich liegt nicht mehr im Rahmen des Angemessenen und kann deshalb nicht berücksichtigt werden. Ein höherer Aufwand als 0,30 Euro je km kann nicht berücksichtigt werden. Das gilt auch dann, wenn sich der höhere Aufwand wegen einer nur geringen Jahresfahrleistung ergibt. Unter den gleichen Voraussetzungen können auch nachgewiesene oder glaubhaft gemachte Aufwendungen für Taxifahrten in angemessenem Umfang berücksichtigt werden. Von den berücksichtigungsfähigen Aufwendungen zieht das Finanzamt noch die ''zumutbare Belastung'' ab, die sich nach der Höhe des Einkommens, der Anzahl der Kinder und dem Familienstand richtet. Wege zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte Berufstätige, deren Grad der Behinderung mindestens 70 beträgt oder die bei einem Grad der Behinderung von mindestens 50 gleichzeitig in ihrer Bewegungsfähigkeit im Straßenverkehr erheblich beeinträchtigt sind (Merkzeichen ''G'' im Ausweis nach dem SGB IX), können für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte statt der Entfernungspauschale (0,30 Euro je Entfernungskilometer) die tatsächlichen Kosten für die Benutzung eines eigenen Kraftfahrzeuges ansetzen. Das Finanzamt berücksichtigt ohne besonderen Nachweis einen Kilometersatz von 0,60 Euro je Entfernungskilometer als Werbungskosten. Kfz­Steuer Schwerbehinderte Personen, die ein Kraftfahrzeug halten, können Befreiung von der Kraftfahrzeugsteuer oder Ermäßigung beantragen, solange das Fahrzeug nur im Zusammenhang mit ihrer Fortbewegung oder der Führung ihres Haushaltes benutzt wird. Von der Kraftfahrzeugsteuer befreit ist das Halten von Fahrzeugen durch schwerbehinderte Personen, die hilflos, blind oder außergewöhnlich gehbehindert sind. Die Behinderung ist durch einen Ausweis im Sinne des Neunten Buches Sozialgesetzbuch oder des Artikels 3 des Gesetzes über die unentgeltliche Beförderung Schwerbehinderter im öffentlichen Personenverkehr mit dem Merkzeichen ''H'', ''Bl'' oder ''aG'' nachzuweisen. Soweit neben der Steuerbefreiung für schwerbehinderte Personen auch die Voraussetzungen für eine befristete Steuerbefreiung aus anderen Gründen erfüllt sind (z.B. für besonders schadstoffarme oder Elektrofahrzeuge), entfallen die Nutzungsbeschränkungen für den Zeitraum der befristeten Steuerbefreiung. Die Kraftfahrzeugsteuer ermäßigt sich um 50 v. H. für schwerbehinderte Personen, die infolge der Behinderung in ihrer Bewegungsfähigkeit im Straßenverkehr erheblich beeinträchtigt oder gehörlos sind. Als Nachweis für die Behinderung dient der vom Versorgungsamt nach den genannten Gesetzen auszustellende Ausweis mit orangefarbenem Flächenaufdruck in Verbindung mit dem Beiblatt ohne Wertmarke. Die Steuerermäßigung wird nicht gewährt, solange die schwerbehinderte Person das Recht zur unentgeltlichen Beförderung nach § 145 SGB IX gegen Zahlung einer Eigenbeteiligung in Anspruch nimmt. Steuerbefreiung und -ermäßigung werden auf dem Fahrzeugschein vermerkt, die Steuerermäßigung wurde bis zum 11.06.2015 (Änderung des Kraftfahrzeugsteuergesetzes) außerdem auf dem Beiblatt zum Ausweis für schwerbehinderte Personen vermerkt. Die Steuerbefreiung und die Steuerermäßigung stehen den schwerbehinderten Personen nur für ein Fahrzeug und nur auf schriftlichen Antrag zu. Es ist sinnvoll, bereits bei der Zulassung des Fahrzeugs der Zulassungsstelle einen Hinweis auf die gewünschte Befreiung oder Ermäßigung zu geben. Für die Bearbeitung der Kraftfahrzeugsteuer ist die Bundesfinanzverwaltung (Hauptzollämter) zuständig. Die Zollverwaltung wird dann ohne weiteres Zutun der schwerbehinderten Person tätig werden. Damit wird vermieden, dass zunächst der volle Steuerbetrag festgesetzt wird, was unnötigen Aufwand und Zeitverzögerung verursachen würde. Bitte wenden Sie sich daher für Fragen rund um die Kraftfahrzeugsteuer ausschließlich an Ihr Hauptzollamt und nicht mehr an das Finanzamt. Eine aktuelle Übersicht über die neu zuständigen Hauptzollämter sowie weitergehende Informationen seitens des Zolls finden Sie auf den Internetseiten des Zolls (www.zoll.de) oder des Bundesfinanzministeriums (www.bundesfinanzministerium.de). Auskunft über andere steuerliche Fragen (z.B. Erbschaft- und Schenkungsteuer, Umsatzsteuer) gibt das zuständige Finanzamt. Dort ist auch die aktuelle Höhe der verschiedenen Freibeträge zu erfahren. Hinweise auf Steuererleichterungen enthält auch die Broschüre ''Steuertipps für behinderte Mitbürger'', die beim Finanzministerium NRW, 40190 Düsseldorf, und bei allen Finanzämtern erhältlich ist. Bausparförderung und Vermögensbildung Schwerbehinderte mit einem Grad der Behinderung von 100 oder deren Ehegatten können über ihren Bausparvertrag vorzeitig verfügen. Wenn der Bausparvertrag vor Feststellung der Behinderung abgeschlossen wurde, sind die Prämien nicht gefährdet. Schwerbehinderte mit einem Grad der Behinderung von 100 oder deren Ehegatten können auch vorzeitig über Sparbeiträge nach dem Vermögensbildungsgesetz verfügen, die sie vermögenswirksam angelegt haben und für die eine Arbeitnehmer-Sparzulage festgesetzt worden ist. Voraussetzung ist auch hier, dass der Sparvertrag vor Feststellung der Behinderung geschlossen wurde. Dasselbe gilt, wenn bei Aufwendungen für den Erwerb von Vermögensbeteiligungen und Beiträgen zu Kapitalversicherungen die Sperrfristen nicht eingehalten werden. Mehr Informationen geben das Finanzamt, die Bausparkassen und die Kreditinstitute. Kindergeld Kindergeld wird für behinderte Kinder zeitlich unbegrenzt gezahlt, wenn die Behinderung vor Vollendung des 25. Lebensjahres eingetreten ist und das Kind außerstande ist, sich selbst zu unterhalten. Das Finanzamt prüft im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung der Eltern, ob die steuermindernde Berücksichtigung der Freibeträge für Kinder zu einer höheren Steuerermäßigung führt und das Kindergeld aus diesem Grunde der Einkommensteuer hinzuzurechnen ist. Für nähere Informationen können Sie sich an die Agentur für Arbeit oder an das Finanzamt wenden. Sonstige Nachteilsausgleiche Rundfunkbeitragsermäßigung, Befreiung von der Rundfunkbeitragspflicht Inhaber des Schwerbehindertenausweises mit dem Merkzeichen RF zahlen einen ermäßigten Beitrag in Höhe von einem Drittel des vollen Rundfunkbeitrages (mtl. 5,83 Euro, Stand 23.09.2015). Von der Rundfunkbeitragspflicht befreit werden taubblinde Menschen und Empfänger von Blindenhilfe nach § 72 SGB XII sowie nach § 27 d BVG. Die Ermäßigung der Rundfunkbeitragspflicht erfolgt nicht automatisch. Sie muss gesondert beantragt werden. Es empfiehlt sich, bei dem Beitragsservice einen vorsorglichen Antrag zu stellen, wenn die zuständige Behörde über die Sozialleistung oder die Feststellung des RF-Merkzeichens noch nicht entschieden hat. Beachten Sie bitte, dass eine rückwirkende Ermäßigung oder Befreiung nicht möglich ist, auch wenn die gesundheitlichen Voraussetzungen dafür schon früher vorgelegen haben. Nur bei einer vorsorglichen Antragstellung kann eine Ermäßigung oder Befreiung zum Folgemonat der vorsorglichen Antragstellung ausgesprochen werden. Die Ermäßigung wird unabhängig davon gewährt, wie der Rundfunkteilnehmer die Rundfunkprogramme empfängt (z.B. über Kabel, Antenne oder Satellit). Die Ermäßigung gilt ausschließlich für die öffentlich-rechtlichen Rundfunkprogramme. Die Anträge müssen bei ARD ZDF Deutschlandradio, Beitragsservice, 50656 Köln, gestellt werden. Weitergehende Informationen finden Sie auch im Internet unter www.rundfunkbeitrag.de Parkerleichterungen für schwerbehinderte Menschen Schwerbehinderten Menschen mit außergewöhnlicher Gehbehinderung (Querschnittsgelähmte, doppeloberschenkelamputierte, doppelunterschenkelamputierte, hüftexartikulierte und einseitig oberschenkelamputierte Menschen, die dauernd außerstande sind, ein Kunstbein zu tragen, oder nur eine Beckenkorbprothese tragen können oder zugleich Unterschenkel- oder armamputiert sind), die blind sind, mit beidseitiger Amelie oder Phokomelie oder mit vergleichbaren Funktionseinschränkungen kann gestattet werden, mit einer entsprechenden Ausnahmegenehmigung (blauer Behindertenparkausweis) auf Behindertenparkplätzen, an Stellen, an denen das eingeschränkte Haltverbot angeordnet ist, bis zu drei Stunden zu parken. Antragstellern kann für bestimmte Haltverbotsstrecken eine längere Parkzeit genehmigt werden, im Bereich eines Zonenhaltverbots die zugelassene Parkdauer zu überschreiten, auf Parkplätzen, für die durch ein Zusatzzeichen eine Begrenzung der Parkzeit angeordnet ist, über die zugelassene Zeit hinaus zu parken, in Fußgängerzonen, in denen das Be- oder Entladen für bestimmte Zeiten freigegeben ist, während der Ladezeiten zu parken, an Parkuhren und bei Parkscheinautomaten zu parken, ohne Gebühr und zeitliche Begrenzung, auf Parkplätzen für Bewohner bis zu drei Stunden zu parken, in verkehrsberuhigten Bereichen außerhalb der gekennzeichneten Flächen, ohne den durchgehenden Verkehr zu behindern, zu parken, sofern in zumutbarer Entfernung keine andere Parkmöglichkeit besteht. Die vorgenannten Parkerleichterungen dürfen mit allen Kraftfahrzeugen in Anspruch genommen werden. Die höchstzulässige Parkzeit beträgt 24 Stunden. Schwerbehinderten Menschen mit außergewöhnlicher Gehbehinderung, die keine Fahrerlaubnis besitzen, kann ebenfalls eine Ausnahmegenehmigung erteilt werden. In diesen Fällen ist den schwerbehinderten Menschen eine Ausnahmegenehmigung des Inhalts auszustellen, dass der sie jeweils befördernde Kraftfahrzeugführer von den entsprechenden Vorschriften der StVO befreit ist. Neben dem in fast allen europäischen Ländern gültigen blauen Parkausweis gibt es einen bundesweit gültigen orangen Parkausweis. Dieser orange Ausweis berechtigt nicht zum Parken auf den ausgewiesenen Behindertenparkplätzen. Er bietet jedoch eine Reihe von Erleichterungen beim Parken, die sich an den Regelungen des blauen Ausweises orientieren. Den orangen Ausweis können die folgenden Personengruppen erhalten: Schwerbehinderte Menschen mit den Merkzeichen G und B und einem Grad der Behinderung (GdB) von wenigstens 80 allein für Funktionsstörungen an den unteren Gliedmaßen (und der Lendenwirbelsäule, soweit sich diese auf das Gehvermögen auswirken), Schwerbehinderte Menschen mit den Merkzeichen G und B und einem GdB von wenigstens 70 allein für Funktionsstörungen an den unteren Gliedmaßen (und der Lendenwirbelsäule, soweit sich diese auf das Gehvermögen auswirken) und gleichzeitig einem GdB von wenigstens 50 für Funktionsstörungen des Herzens oder der Atmungsorgane, Schwerbehinderte Menschen, die an Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa erkrankt sind, wenn hierfür ein GdB von wenigstens 60 vorliegt, Schwerbehinderte Menschen mit künstlichem Darmausgang und zugleich künstlicher Harnableitung, wenn hierfür ein GdB von wenigstens 70 vorliegt. Es besteht die Möglichkeit, einzelne Parkplätze in der Nähe der eigenen Wohnung oder in der Nähe der Arbeitsstelle reservieren zu lassen. Das gilt jedoch nur, wenn es in der näheren Umgebung keine Garage und keinen Abstellplatz gibt und ein zeitlich beschränktes Sonderrecht für das Parken nicht ausreicht. Ohnhänder (Ohnarmer) erhalten eine Ausnahmegenehmigung, um an Parkuhren und Parkscheinautomaten gebührenfrei und im Zonenhaltverbot bzw. auf Parkplätzen mit zeitlicher Begrenzung ohne Benutzung der Parkscheibe zu parken. Kleinwüchsige Menschen (Körpergröße max. 1,39 m) erhalten eine Ausnahmegenehmigung, um an Parkuhren und Parkscheinautomaten gebührenfrei zu parken. Zuständig für Ausnahmegenehmigungen ist die örtliche Ordnungsbehörde. Sie stellt auf Antrag einen Parkausweis aus, der im Fahrzeug sichtbar angebracht werden muss. Sonstige Parkerleichterungen Neben dem europaweit gültigen blauen Parkausweis gibt es einen bundesweit gültigen orangen Parkausweis. Dieser orange Ausweis berechtigt nicht zum Parken auf den ausgewiesenen Behindertenparkplätzen, er bietet jedoch eine Reihe von Erleichterungen beim Parken. Einen Anspruch auf den orangen Parkausweis haben: schwerbehinderte Menschen mit den Merkzeichen G und B und einem Grad der Behinderung (GdB) von wenigstens 80 allein für Funktionsstörungen an den unteren Gliedmaßen (und der Lendenwirbelsäule, soweit sich diese auf das Gehvermögen auswirken), schwerbehinderte Menschen mit den Merkzeichen G und B und einem GdB von wenigstens 70 allein für Funktionsstörungen an den unteren Gliedmaßen (und der Lendenwirbelsäule, soweit sich diese auf das Gehvermögen auswirken) und gleichzeitig einen GdB von wenigstens 50 für Funktionsstörungen des Herzens oder der Atmungsorgane, schwerbehinderte Menschen, die an Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa erkrankt sind, wenn hierfür ein GdB von wenigstens 60 vorliegt, schwerbehinderte Menschen mit künstlichem Darmausgang und zugleich künstlicher Harnableitung, wenn hierfür ein GdB von wenigstens 70 vorliegt. Inhaber des orangen Parkausweises dürfen: im eingeschränkten Halteverbot mit Parkscheibe bis zu drei Stunden parken, im Zonenhaltverbot über die zugelassene Zeit hinaus parken, an Stellen, die als Parkplatz ausgeschildert sind, über die zugelassene Zeit hinaus parken, in Fußgängerzonen während der freigegebenen Ladezeit parken, in verkehrsberuhigten Bereichen außerhalb der gekennzeichneten Flächen parken, ohne jedoch den durchgehenden Verkehr zu behindern, an Parkuhren und bei Parkscheinautomaten ohne Gebühr und zeitlich unbegrenzt parken, auf Parkplätzen für Bewohnerinnen und Bewohner bis zu drei Stunden parken, in Einzelfällen (daher bitte vorher erkundigen) kostenlos auf Kundenparkplätzen an Bahnhöfen der Deutschen Bahn parken. Kraftfahrzeuge mit einer Parkerleichterung dürfen an diesen Stellen höchstens 24 Stunden geparkt werden. Hinweis für Bürgerinnen und Bürger des Landes Nordrhein­Westfalen: In Nordrhein-Westfalen wird seit Anfang 2016 darauf verzichtet, dass bei den zuvor genannten schwerbehinderten Menschen auch das Merkzeichen ''B'' vorliegen muss. Vorteil: Menschen, die sehr schwer in der Fortbewegung eingeschränkt sind, aber nicht auf eine ständige Begleitung angewiesen sind, können in NRW ab sofort wieder eine nur in diesem Bundesland gültige Parkerleichterung erhalten. Der orange Parkausweis trägt deshalb den Zusatz ''Nur in Nordrhein-Westfalen gültig''. Auskünfte hierzu erteilt die für den Wohnort zuständige Straßenverkehrsbehörde. Ermäßigung zusätzlicher Gebühren für Autobesitzer Aufgrund ihrer Behinderung können für Autobesitzer zusätzliche Gebühren entstehen. Beispielsweise, weil besondere Bedienungseinrichtungen in den Fahrzeugbrief oder bestimmte Auflagen in den Führerschein eingetragen werden müssen. Solche Gebühren können von den zuständigen Stellen ermäßigt oder auch gar nicht erhoben werden. Gebühren, die auch ohne Behinderung zu entrichten wären, beispielsweise für die regelmäßige Überprüfung des Fahrzeugs, werden nicht ermäßigt. Wohngeld Wohngeld erhalten nicht nur Mieter und Nutzungsberechtigte von Wohnraum, sondern auch Eigentümer von Familienheimen und Eigentumswohnungen. Ob und in welcher Höhe Wohngeld gezahlt wird, hängt ab von der Zahl der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder, der Höhe des Gesamteinkommens des Haushalts und Höhe der monatlichen Miete oder Belastung, die bis zu bestimmten Höchstbeträgen berücksichtigt wird. Bei der Ermittlung des Gesamteinkommens steht dem Haushalt ein Freibetrag von 1 500 Euro jährlich für jedes schwerbehinderte zu berücksichtigende Haushaltsmitglied zu, wenn der Grad der Behinderung (GdB) 100 beträgt. Gleiches gilt für häuslich pflegebedürftige oder in teilstationärer Pflege oder Kurzzeitpflege untergebrachte schwerbehinderte Menschen mit einem Grad der Behinderung (GdB) von unter 100. Keinen Anspruch auf Wohngeld haben grundsätzlich Empfänger/-innen folgender Transferleistungen: Arbeitslosengeld II und Sozialgeld nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch, Wohnkostenzuschuss für Auszubildende nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch, Übergangsgeld und Verletztengeld in Höhe des Arbeitslosengeldes II nach dem Sechsten bzw. Siebten Buch Sozialgesetzbuch, Hilfe zum Lebensunterhalt oder Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch, Ergänzende Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem Bundesversorgungsgesetz, Leistungen in besonderen Fällen und Grundleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe nach dem Achten Buch Sozialgesetzbuch, wenn alle zum Haushalt gehörenden Personen zu den Empfängern dieser Leistung gehören. Das gilt auch für die Haushaltsmitglieder, die bei der Berechnung des Bedarfs für eine der oben genannten Leistungen mit berücksichtigt worden sind. Die Wohnkosten werden dann im Rahmen der genannten Transferleistungen gewährt. Mehr Informationen gibt es bei den Wohngeldstellen der Gemeinde- oder Stadtverwaltungen. Wohnraumförderung und Wohnberechtigungsschein Fördermittel der sozialen Wohnraumförderung hängen u. a. von der Höhe des Jahreseinkommens ab. Die Einkommensgrenze beträgt für Einpersonenhaushalte derzeit 18 430 Euro, für Zweipersonenhaushalte 22 210 Euro. Für jede weitere haushaltsangehörige Person wird ein Zuschlag von 5 100 Euro gewährt. Für jedes zum Haushalt rechnende Kind im Sinne des Einkommensteuergesetzes erhöht sich die Einkommensgrenze um weitere 660 Euro. Bei der Ermittlung des Gesamteinkommens aller Haushaltsangehörigen werden u. a. folgende Beträge abgesetzt: 4 500 Euro für jede häuslich pflegebedürftige Person der Pflegestufe III oder jede schwerbehinderte Person mit einem Grad der Behinderung (GdB) von 100 sowie für jede häuslich pflegebedürftige Person im Sinne des § 14 Elftes Buch Sozialgesetzbuch (SGB XI) mit einem Grad der Behinderung (GdB) von wenigstens 80, 2 100 Euro für jede häuslich pflegebedürftige Person der Pflegestufe I oder II mit einem Grad der Behinderung (GdB) von unter 80. Weitere anrechnungsfreie Beträge sind vorgesehen in Höhe von 1 330 Euro für jede häuslich pflegebedürftige Person der Pflegestufe II oder jede schwerbehinderte Person mit einem Grad der Behinderung (GdB) von 80 bis unter 100 und in Höhe von 665 Euro für jede häuslich pflegebedürftige Person der Pflegestufe I oder jede schwerbehinderte Person mit einem Grad der Behinderung (GdB) von 50 bis unter 80. Das Jahreseinkommen einer zu betreuenden Person, die hilflos im Sinne des § 33 b) Abs. 6 Satz 3 Einkommensteuergesetz ist, bleibt außer Ansatz. Die erhöhten Einkommensgrenzen gelten grundsätzlich auch für einen Wohnberechtigungsschein, der es ermöglicht, eine geförderte Mietwohnung zu beziehen. Für Baumaßnahmen im Zusammenhang mit der Neuschaffung, dem Erwerb oder der Nachrüstung von Eigenheimen, selbstgenutzten Eigentumswohnungen oder Mietwohnungen sowie der Erweiterung um einzelne Räume im Bestand kann zugunsten von Schwerbehinderten ein Baudarlehen zur Deckung der Mehrkosten - je nach Einkommen - bis zu einer Höhe von maximal 40 000 Euro bewilligt werden. Zuständig sind die Bewilligungsbehörden (vornehmlich die Ämter für Wohnungswesen bzw. Wohnungsbauförderungsämter) bei den kreisfreien Städten oder den Kreisen, in deren Gebiet das Förderobjekt geplant oder bezogen werden soll. Gesetzliche Krankenversicherung Es besteht die Möglichkeit, bei Bedarf innerhalb von drei Monaten nach Feststellung der Schwerbehinderung freiwillig in die gesetzliche Krankenversicherung einzutreten. Voraussetzung: Die schwerbehinderte Person, ein Elternteil, der Ehepartner oder der Lebenspartner waren in den letzten fünf Jahren vor dem Beitritt mindestens drei Jahre gesetzlich versichert. Eine Ausnahme ist möglich, wenn diese Voraussetzung wegen ihrer Behinderung nicht erfüllt werden konnte. Darüber hinaus kann die Krankenkasse das Beitrittsrecht vom Alter des schwerbehinderten Menschen abhängig machen. Nähere Auskünfte hierüber erhalten Sie bei den gesetzlichen Krankenkassen. Altersrente Seit dem Jahr 2012 wird für ab 1947 Geborene die Regelaltersgrenze schrittweise von 65 auf 67 Jahre angehoben. Für die Geburtsjahrgänge ab 1964 gilt die Regelaltersgrenze von 67 Jahren. Schwerbehinderte Menschen haben es angesichts der Probleme am Arbeitsmarkt besonders schwer, einen passenden Arbeitsplatz zu finden. Darüber hinaus lässt ihre gesundheitliche Situation eine Beschäftigung bis zur Regelaltersgrenze von 67 Jahren oftmals nicht zu. Durch die Reformmaßnahmen der vergangenen Jahre ergeben sich für schwerbehinderte Menschen zahlreiche Übergangs- und Vertrauensschutzregelungen. An dieser Stelle nur einige kurze Hinweise als Überblick: Versicherte, die vor 1951 geboren wurden, können eine Altersrente für schwerbehinderte Menschen auch dann erhalten, wenn sie bei Rentenbeginn berufs- oder erwerbsunfähig nach dem bis Ende 2000 geltenden Recht sind. Sind Sie vor 1952 geboren, liegt die Altersgrenze für diese Rente bei 63 Jahren, mit einem Abschlag von 10,8 Prozent können Sie diese Rente vorzeitig ab 60 Jahren beziehen. Eine Altersrente für schwerbehinderte Menschen können Frauen und Männer vor dem 65. Lebensjahr beziehen, wenn sie bei Beginn der Rente schwerbehindert mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50 sind und die Mindestversicherungszeit (Wartezeit) von 35 Jahren erfüllen. Sind Sie in den Jahren von 1952 bis 1963 geboren, wird die Altersgrenze für eine abschlagsfreie Rente stufenweise angehoben. Für alle ab 1964 Geborenen liegt die Altersgrenze dann bei 65 Jahren. Mit Abschlägen kann die Rente auch weiterhin vorzeitig in Anspruch genommen werden. Die Altersgrenze hierfür wird jedoch parallel vom 60. auf das 62. Lebensjahr angehoben. Eine ausführliche Auskunft und Beratung auf der Grundlage Ihres persönlichen Versicherungskontos erhalten Sie bei den Trägern der gesetzlichen Rentenversicherung (kostenloses Service-Telefon der Deutschen Rentenversicherung unter 0800 10004800 sowie im Internet unter www.deutsche-rentenversicherung.de) oder bei den Versicherungsämtern bei den Stadt- oder Gemeindeverwaltungen. Blindengeld Blinde (Merkzeichen Bl) erhalten unabhängig von ihrer Einkommenssituation Blindengeld nach dem ''Gesetz über die Hilfen für Blinde und Gehörlose (GHBG)''. Als Blinde im Sinne des Gesetzes gelten auch Personen, deren Sehschärfe auf dem besseren Auge nicht mehr als 1/50 beträgt, Personen, bei denen dauerhafte Störungen des Sehvermögens von einem vergleichbaren Schweregrad vorliegen. Die Höhe des Blindengeldes beträgt derzeit 653,94 Euro (nach Vollendung des 18. Lebensjahres) bzw. 327,54 Euro (vor Vollendung des 18. Lebensjahres). Ab dem vollendeten 60. Lebensjahr der Blinden liegt es bei 473 Euro (Stand: August 2015). Nach dem GHBG sind folgende Möglichkeiten der Anrechnung von Leistungen auf das Blindengeld denkbar: Anrechnung bei Aufenthalt in einer Anstalt, einem Heim oder einer gleichartigen Einrichtung, wenn die Kosten für den Aufenthalt ganz oder teilweise aus Mitteln öffentlich-rechtlicher Leistungsträger getragen werden, Anrechnung von Leistungen bei häuslicher Pflege (nach §§ 36 bis 38 SGB XI, bei Tages- und Nachtpflege nach § 41 SGB XI und bei Kurzzeitpflege nach § 42 SGB XI), Anrechnung von gleichartigen Leistungen, die nach anderen Rechtsvorschriften gewährt werden. Blindenführhund Wenn Betreiber von Geschäftsräumen und Gastronomiebetrieben sehbehinderten Menschen mit Blindenführhunden den Zugang zu ihren Räumlichkeiten grundsätzlich verbieten, ist dies eine Diskriminierung im Sinne des § 19 des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG). Es muss in jedem Einzelfall eine Interessensabwägung vorgenommen werden. Ein Hinweis auf ein allgemeines Verbot von Hunden z.B. in Lebensmittelgeschäften oder ein Verweis auf das Hausrecht reicht in keinem Fall aus. Die Lebensmittelhygieneverordnung des Bundes geht davon aus, dass eine nachteilige Beeinflussung von Lebensmitteln durch Blindenführhunde nicht zu befürchten ist, weil diese Hunde besonders ausgebildet und trainiert sind. Ein Zutrittsverbot für den Blindenführhund kann im Einzelfall sachgerecht sein, wenn z.B. die berechtigten gesundheitlichen Interessen von Menschen mit Tierallergie oder von Menschen mit Angst vor Hunden nach sorgfältiger Abwägung höher zu bewerten sind als die Interessen des sehbehinderten Menschen, der auf die Begleitung durch den Blindenhund dringend angewiesen ist. Jeder Betreiber von Geschäftsräumen und Gastronomiebetrieben muss sich im Klaren darüber sein, dass sein Verhalten ggf. Unterlassungs-, Schadensersatz- und Schmerzensgeldansprüche gegen ihn begründen kann. Hilfe für hochgradig Sehbehinderte Hochgradig Sehbehinderte, die das 16. Lebensjahr vollendet haben, erhalten zum Ausgleich der durch die Sehbehinderung bedingten Mehraufwendungen unabhängig von ihrer Einkommenssituation eine Hilfe von 77 Euro monatlich (gesetzliche Grundlage dafür ist das GHBG). Hochgradig sehbehindert sind Personen, die sich zwar in einer ihnen nicht vertrauten Umgebung ohne fremde Hilfe noch zurechtfinden, deren Sehvermögen jedoch für eine Teilnahme am gesellschaftlichen Leben oder für einen angemessenen Platz im Arbeitsleben nicht ausreicht. Diese Voraussetzungen sind erfüllt, wenn das bessere Auge mit Gläserkorrektion ohne besondere optische Hilfsmittel eine Sehschärfe von nicht mehr als 1/20 aufweist oder bei krankhaften Veränderungen, die das Sehvermögen in entsprechendem Maße einschränken. Hilfe für Gehörlose Gehörlose (Merkzeichen Gl) erhalten zum Ausgleich der durch die Gehörlosigkeit bedingten Mehraufwendungen unabhängig von ihrer Einkommenssituation eine Hilfe von 77 Euro monatlich (gesetzliche Grundlage ist auch hier das GHBG). Gehörlos sind Personen mit angeborener oder bis zum 18. Lebensjahr erworbener Taubheit oder an Taubheit grenzender Schwerhörigkeit. Das Blindengeld sowie die Hilfen für hochgradig Sehbehinderte und für Gehörlose nach dem Gesetz über die Hilfen für Blinde und Gehörlose (GHBG) können grundsätzlich nur Personen beanspruchen, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt in Nordrhein-Westfalen haben. Ergänzende Informationen zu diesen Hilfen gibt es bei den Landschaftsverbänden Rheinland in Köln und WestfalenLippe in Münster. Benutzung von Behindertentoiletten Mit einem einheitlichen Schlüssel können die Behindertentoiletten auf den deutschen Autobahnen aufgeschlossen werden. Dies gilt auch für Behindertentoiletten in vielen Städten und Gemeinden in Deutschland und im europäischen Ausland. Internetportal der Bundesagentur für Arbeit, das u. a. Informationen, Hinweise und Tipps zu den Themen beruflicher Wiedereinstieg, berufliche Neuorientierung, finanzielle Unterstützungsleistungen und rechtliche Grundlagen enthält. www.behindertenbeauftragter.de Internetseite des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen. Er ist der zentrale Ansprechpartner der Bundesregierung in allen Angelegenheiten, die behinderte Menschen betreffen. www.einfach­teilhaben.de Webportal des BMAS für Menschen mit Behinderungen, ihre Angehörigen, Verwaltungen und Unternehmen. www.bmas.bund.de Internetseite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, das zuständig ist für die berufliche Rehabilitation und die Förderung entsprechender Einrichtungen, für das Sozialgesetzbuch IX sowie die Betreuung und Förderung behinderter Menschen auf Bundesebene. www.integrationsaemter.de Internetseite der Integrationsämter. Die Integrationsämter sind zuständig für die Erhebung und Verwendung der Ausgleichsabgabe, den besonderen Kündigungsschutz für schwerbehinderte Menschen, die Begleitende Hilfe im Arbeitsleben für schwerbehinderte Menschen sowie für Schulungs- und Bildungsmaßnahmen für das betriebliche Integrationsteam. Die Landschaftsverbände sind im Rahmen des sozialen Entschädigungsrechts Rehabilitationsträger nach dem Bundesversorgungsgesetz und für bestimmte individuelle Leistungen an Kriegsopfer, Wehrdienst- und Impfgeschädigte sowie Opfer von Gewalttaten zuständig. www.aktion­mensch.de Die Aktion Mensch fördert durch die Einnahmen der AktionMensch-Lotterie u. a. Projekte und Einrichtungen der Behindertenhilfe und -selbsthilfe sowie der Kinder- und Jugendhilfe. Agentur Barrierefrei NRW: www.ab-nrw.de Die Agentur Barrierefrei NRW informiert und berät u. a. Menschen mit Behinderung, Angehörige, Interessenverbände und öffentliche Verwaltungen zu Fragen der Umsetzung von Barrierefreiheit. Wohnen für Menschen mit Behinderungen: www.mbwsv.nrw.de/wohnen/Landesprogramm_NRW_ inklusiv/index.php Internetseite des Ministeriums für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes NRW zum Thema ''Wohnen'', die Informationen bereithält z.B. zu ''barrierefreie Mietwohnungen''. Lotsen für Menschen mit Behinderung: www.lotsen-nrw.de Die ehrenamtlichen Lotsen helfen Menschen mit Behinderungen dabei, sich im Dschungel der Sozialsysteme mit seinen Gesetzen, Regeln und Institutionen zurechtzufinden. Sie vermitteln, welche Hilfen es bei welchen Institutionen gibt und wohin man sich mit seinen Fragen und Problemen wenden kann. Die Lotsen sind selber behindert und können sich so ausgezeichnet in die Situation ratsuchender Menschen einfühlen. Beratungsnetz für Blinde und sehbehinderte Menschen: www.wir-sehen-weiter.de Flächendeckendes ehrenamtliches Beratungsnetz, das blinden und hochgradig sehbehinderten Menschen bei wirtschaftlichen, rechtlichen und medizinischen Fragen sowie mit praktischen Tipps zur Bewältigung des Alltags weiterhilft. Kompetenzzentren Selbstbestimmt Leben Nordrhein­Westfalen: http://ksl-nrw.de In NRW gibt es zwei Kompetenzzentren für den Bereich Rheinland und Westfalen-Lippe. Sie sind unabhängige Beratungsstellen für behinderte Menschen von behinderten Menschen und beraten behinderte Menschen zu allen Fragen, die mit ihrer Behinderung bzw. Beeinträchtigung zusammenhängen, oder vermitteln die jeweils passenden Ansprechpartner/-innen. Altersrente. 53 Änderungsantrag. 10 Antragsverfahren. 9 Arbeitslosenhilfe. 13 f Arbeitsplatz - finanzielle Hilfen an schwerbehinderte Menschen. 28 - finanzielle Hilfen an Arbeitgeber. 29 Ausweis.11 Bausparförderung. 41 Begleitung B. 16 Behindertentoilette. 58 Behinderung. 8 f Blindengeld. 55 f Blindheit Bl. 15 Fernverkehr. 24 Flugverkehr. 26 Freifahrt. 23 f. Gehbehinderung - außergewöhnliche aG. 17 - erhebliche G. 14 Gehörlos. 16 Gesetzliche Krankenversicherung. 52 Gleichstellung. 16 Grad der Behinderung (GdB). 10 Heilkur. 36 Hilflosigkeit H. 17 f. Jugendliche. 18 Kinder. 18 Kindergeld. 41 Kleinwüchsige. 46 Krankenfahrstuhl. 24 Kündigungsschutz. 27, 31 Lohn- und Einkommensteuer. 32 Merkzeichen. 14 Nachteilsausgleiche. 21 Ohnhänder. 46 Parkerleichterungen. 43 Pauschbetrag. 32 Personenverkehr. 21 ff Pflegebedürftigkeit. 17 Querschnittsgelähmte. 15 Rollstuhl. 15 Rundfunkbeitrag RF. 42 Sehbehinderte. 57 Steuern. 32 Vermögensbildung. 41 Versorgungsmedizinverordnung. 10 Wertmarke - kostenlos. 22 Wohnberechtigungsschein. 51 Wohnraumförderung. 51 Wohnen. 22 ff Wohngeld. 49 Zusatzurlaub ...

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